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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
09.02.2000 - -
Beim Skifahren wurde bei einem Sturz mein Penis geklemmt. Blut im Urin. Untersuchung beim Uro. Meine Harnröhre ist sehr vernarbt wohl durch frühere Infektionen. Beim Sturz ist die Harnröhre eingerissen. Nicht schlimm, nach 2 Tagen Urin ohne Blut. PSA wurde gemessen. Leider sind die Papiere nicht mehr da. Kein Wert bekannt.

Im Alter von ca. 60 Jahren. Ab dem Jahr ca. 2005
erhöhte sich plötzlich der Blutdruck. Ich kann das feststellen weil ich regelmäßig Blut spende.
Vorher immer 120 zu 80 dann innerhalb von Wochen 160 zu 85 bis 90.
Ramipril von Hexal 10 mg. 1 x täglich, dann ca.140 zu 80.
Allerdings stark schwankend oberer Druck zwischen 120 und 150 unterer Druck ziemlich konstant zwischen 80 und 85.

Im Alter von 67 Jahren
Am 20. November 2012 wurde mein Knie operiert. Ein kleiner Eingriff.
Täglich 8 Tage 20mg Clexane Injektion.
Die Einstiche der Injektion waren 2 Monate lang zu spüren. Leicht entzündet.

Anfang Januar 2013 Penis ist plötzlich gekrümmt (innerhalb von Tagen).
Mitte Januar, die Einstichstellen der Clexane-Injektionen jucken immer noch.
Erektion sehr schwach. Februar 2013 zum Uro.
       
06.02.2013 32.60 06.02.13
Ich bin 68 Jahre alt, sehr gesundheitsbewußt gelebt. Viel Gemüse, Tomaten, Salat, Obst aus eigenem Garten . Alles äußerst ökologisch angebaut. Sehr wenig Fleisch, sehr wenig Alkohol. Mein Leben lang viel Sport gemacht. Ich war der "Vorzeige-Turnschuh" im Verein, habe mit 67 Jahre noch 2 mal die Woche bei den "Alten Herren" Fußball gespielt. Nie ernsthaft krank. Seit 45 Jahren verheiratet mit einer lieben Frau, 1 - 2 mal die Woche Sex. Keine wirtschaftliche Sorgen, wirklich alles super. Jedes Jahr Vorsorge-Check bei der Internistin. Immer alles prima. Von PSA hat die nie was gesagt.
Im Sommer 2012 Zeckenstich. Borelliose nachgewiesen. (Ob das jetzt mit meiner Prostata zu tun hat weiß ich nicht)
Im Herbst 2012 die ersten Erektionsprobleme. Im Januar 2013 krümmt sich fast plötzlich (innerhalb weniger Tage) mein Penis bei Erektion wie eine Gurke. Ich im Februar 2013 zum Urologen. Er macht PSA-Test am 06.02.2013 - 32,6
       
25.02.2013 32.60 06.02.13
Zweiter PSA Ende Februar 2013 - 32,9
Jetzt klärt mich der Uro auf, was das bedeutet. Ich bin platt. Ich informiere mich im Internet. Hoffe auf eine Prostatitis oder ähnliches. Weil ich stark erkältet bin nehme ich 10 Tage Antibiotika.
       
26.03.2013 27.60 26.03.13
Ich lasse neuen PSA-Wert bestimmen. Gegen den Widerstand des Uros. Er sagt das ist alles Quatsch, ich brauche sofort eine Biopsie um die Sache abzuklären. Wert ist gefallen auf 27,6
Ich stelle meine Ernährung um.
Keine Milch mehr. Kein Fleisch, keine Pommes (war meine Lieblingsspeise).
Täglich 2 Esslöffel Schoenenberger Granatapfelsaft und 2 Kapseln gefriergetrocknetes Pulver
Täglich 2 mal mindestens 1/2 Stunde Autosuggestion. Hat beim Sport geklappt, klappt vielleicht hier auch.
       
15.04.2013 25.10 15.04.13
Biopsie im Klinikum Ludwigshafen.
13 von 14 Stanzen sind positiv. Linke Seite 3 + 3 = 6, rechte Seite 3 + 4 = 7
Uro sagt: Das Ding muss raus.
       
02.05.2013 25.10 15.04.13
Skelettzintigraphie, an den Knochen keine Metastasen feststellbar
       
03.05.2013 25.10 15.04.13
MTR gemacht, keine Metastasen in den Lymphen feststellbar
       
13.05.2013 25.10 15.04.13
OP-Termin für Prostataentfernung für 2. Juli
       
21.05.2013 26.40 20.05.13
Gegen Widerstand des Uros PSA-Test auf eigene Kosten, weil ich wissen will ob meine Bemühungen mit Ernährung und Autosuggestion Wirkung haben. PSA-Wert leicht gefallen. Sagt fast nichts. Penis ist krumm, ändert sich auch nichts mehr, Erektion ist aber wieder besser.
       
24.06.2013 26.40 20.05.13
PSA-Wert wieder gefallen. Eigentlich untypisch wie ich im Internet lese. Mein Uro sagt das ist aber unrelevant, bei so einem hohen PSA muss das Ding raus.
Andererseits ist der Wert seit Februar um 30% gefallen. HHmmmm?
Mein OP-Termin ist in einer Woche.
       
03.07.2013 27.60 03.07.13

Prostata entfernt im Klinikum Ludwigshafen am Rhein mit DaVinci. Durch Dr. Koser. Eingriff komplikationslos. Wunden verheilen sehr gut. Dauerkatheder nach 5 Tagen entfernt.
Histologie: Radikales Prostatektomiepräparat mit großflächiger Infiltration durch ein azinäres Adenokarzinom der Prostata in beiden Lappen mit Perineuralscheideninfiltration, etablierter Kapselpenetration mit Infiltration des periprostatischen Fettgewebes links hinten und Infiltration des Harnblasenabsetzungsrandes. Tumorfreier Absetzungsrand der Apex, freie seitliche Absetzungsränder. Tumorfreie Samenblasen, Tumorfreier Absetzungsrad der Ductus deferentes beidseits. Tumorfreie Lympfknoten.

pT3a, pN0 (0/13), L0, V0, R1 (Harnblasenabsetzungsrand links)
Perineuralscheideninfiltration: Positiv
Gleasen 7= 3+4 (20%) Tertiärgrad 5 (<5%)
Grading = G3a
       
18.07.2013 27.60 03.07.13

Reha in der Kraichgau-Klinik in Bad Rappenau vom 18.07. 2013 bis zum 08.08.2013.
Sehr zufrieden mit dem Verlauf der Reha.
Erektion geht nichts mehr, war klar.
Kontinenz:
Nachts trocken. Beim Sitzen trocken, beim Stehen und Gehen unfreiwilliger Harnverlust in die Vorlagen. Wird täglich besser.
Bei Gaststättenbesuch muss man vorsorgen!!
       
25.10.2013 0.01 25.10.13
3 Monate sind seit der Operation vergangen. Nachuntersuchung PSA 0,0. Aufatmen!!
Man frag sich natürlich, wo kam dieser Krebs her. Wenn man sein Leben rekapituliert, findet man eigentlich gar nicht so viele Verdachtspunkte. Ich bin sicher, wenn jeder Betroffene nachdenkt und dann seine Verdachtspunkte wie Schulnote von 1 (höchstwahrscheinlich) - bis 6 (weniger wahrscheinlich) auflisten würde, kämen statistisch interessante Zusammenhänge heraus.
Inkontinenz immer noch sehr stark. Wird aber gaaaanz laaangsaaam besser.
       
17.01.2014 0.01 16.01.14
Nachuntersuchung heute am 17. Januar 2014. PSA unter der Nachweisgrenze. Ultraschall o.k. Ich fühle mich sehr wohl, Sehe wieder gesund aus (sagt man). Habe zu meinen mickrigen 60 KG Körpergewicht 3 KG zugenommen. Inko sehr stark. Mache zwar Beckenbodentraining, hilft aber nix. Beim Gehen, Niesen, Husten, Heben usw. kann ich nichts halten. Ich habe alles mögliche probiert, trage jetzt tagsüber ein Urinalkondom und einen Beinbeutel. Nachts eine Vorlage zur Sicherheit. Habe mich vorerst damit abgefunden.
       
17.02.2014 0.01 16.01.14
Alles prima. Inko immer noch stark. Seit 4 Monaten habe ich ein Bio-Feedback-Gerät zum trainieren der Beckenboden-Muskeln. Morgens und Abends je ca. 15 Minuten. Inko wird. glaube ich, nicht besser. Habe die Sache nur besser im Griff als zu Anfang.
Ich habe mich Jahrzehntelang sehr gesund ernährt wie man oben lesen kann. Trotzdem Krebs. Habe meine Einstellung geändert. Ich werde ja schon bald 70 Jahre alt. Sex geht ja auch nichts mehr. Sport adé, wegen Inko, Ich lebe jetzt grad wie`s mir gefällt. Auch nicht schlecht.
       
30.06.2014 0.01 26.05.14
Ein Jahr ist seit der OP vorbei. Zweite Reha in Bad Rappenau abgeschlossen. Ich fühle mich eigentlich "rundum gesund". - Außer der Inko. Nach ca. 50 Meter Gehen, beim Husten, Heben, usw. geht was ab. Bei der Gartenarbeit z.B. kann ich garnix halten. - Jeder Uro sagt, nach einem Jahr seien 95% trocken. Ich bin wohl einer der 5%. Tagsüber trage ich ein Urinalkondom oder einen Beinbeutel, nachts zur Sicherheit eine Vorlage, die ist aber fast immer trocken. Muß nachts auch nur einmal gegen morgen raus. Trinke abends nach 19 Uhr nur noch ganz wenig. Insgesamt bin ich lockerer als vor dem Krebs. Lebe in den Tag, mache mir keine Sorgen um die Zukunft, wie`s kommt so kommt`s. Irgendwie habe ich jetzt mehr Spass am Leben und geniesse jeden Tag.
       
01.09.2014 0.01 01.09.14
Nichts neues. PSA 0,01 Geht mir prima außer der Inko. Na ja, muss wohl so sein. Ein Trost - meine beiden Großväter waren in dem Alter (ich werde demnächst 70) schon ein paar Jahre in den ewigen Jagdgründen.
Also weiter so!
       
01.12.2014 0.02 28.11.14
Geht es jetzt wieder los mit diesem blöden PSA? 17 Monate nach der Entfernung der Prostata war nichts nachweisbar. Jetzt zeigen die Proben 0,02. Im Februar 2015 nächster Test. Mal sehen wie das weitergeht.
       
10.03.2015 0.02 10.03.15
Ich hatte wieder einen Termin beim Uro. Der PSA ist wieder bei 0,02. Ich hatte verschiedene Gespräche mit Mitgliedern der Selbsthilfegruppe in Mannheim. Diese Selbsthilfegruppe hilft mir ungemein. Nur zu empfehlen. Man hat mich beruhigt. Dass der PSA sich hin und wieder zeigt, dann wieder verschwindet ist ganz normal. So lange er unter 0,05 bleibt kann man das ignorieren. O.K. das beruhigt.
Mit meiner Inko wird sich wohl nichts mehr ändern. Da muss ich mit leben. Komme eigentlich prima damit zurecht. Nachts bin ich fast trocken, habe in der Unterhose zur Vorsicht eine kleine Vorlage, die ist aber morgens fast immer trocken. Morgens ziehe ich dann ein Urinalkondom mit Verschlusshahn an. Das verschwindet in der Unterhose. Komme da auch mit sehr gut zurecht. Nur wenn ich etwas kaltes trinke und keine Toilette in der Nähe ist (außer im Wald, da gehts ja immer) also z.B. in der Stadt, dann gehts nicht. Das weiß man aber vorher. Also in solchen Situationen ziehe ich einen Beinbeutel an (stört zwar, aber geht auch). Dann bin ich immer auf der sicheren Seite.
Muss man halt mit leben. Eigentlich fühle ich mich mit meinen 70 Jahren sehr gesund und wohl.
Weiter so - das Leben macht trotzdem Spass.
       
16.05.2015 0.03 05.05.15
PSA auf 0,03 gestiegen. Sonst keine Veränderung. Weiter so.
       
19.09.2015 0.03 05.05.15
Ich hatte im Juni 2015 einen plötzlichen Schwindelanfall. Im Juli das gleiche, bin vom Fahrrad gefallen und habe mich verletzt. Nicht schlimm. Da ich aber ein begeisterter Fahrradfahrer bin (Wandern ist ja schlecht wegen der Inko) hat mich das sehr beunruhigt. Bin zum Arzt. 3 Tage Krankenhaus mit allem PiPaPo. alles untersucht. Kopf, Herz (auch Katheder), Lunge usw. Kein Grund für die Schwindelanfälle gefunden. Der Arzt sagte: Mein Problem wird wohl sein, dass ich denke ich wäre 40, mein Körper ist fit wie 60, aber laut Ausweis bin ich 70. Na ja, - damit kann man leben. Fahre nur noch mit Helm, nicht mehr schneller als höchstens 20 kmh. Hoffentlich waren die Schwindelanfälle ein vorübergehendes Thema. - Zum Uro muss ich erst wieder im November.
       
11.11.2015 0.05 11.11.15
Heute wieder beim Uro. Ich fühle mich sehr wohl, bin fit und die allgemeine Gesundheit ist o.K. 2 Jahre nach der Entfernung der Prostata schleicht sich der PSA wieder nach oben. Neueste Messung ist 0,05. Noch nicht besorgniserregend aber doch nicht ideal. Na, ja, weiter so.
       
15.02.2016 0.07 15.02.16
Am Blasenabsetzrand konnte bei der OP nicht alles entfernt werden. Jetzt schleicht sich der PSA wieder nach oben. Februar 2016 wieder bei 0,07. Der Uro hat mir Bestrahlung empfohlen. Wenn die Sache noch klein ist, ist die Bestrahlung wahrscheinlich erfolgreicher als wenn man zu lange wartet. Ich werde mich mal mit ein paar Leuten von der Selbsthilfegruppe unterhalten was die meinen.
       
09.03.2016 0.07 15.02.16
Ich habe seit ca. 1 Woche autosuggestiv meinem Körper "befohlen" die Krebszellen die bei der Prostata-Entfernung nicht erwischt wurden, zu bekämpfen. Seit 2 Tagen habe ich erst ein "komisches Gefühl" an der Blase. Seit heute ein "Druckgefühl" als wäre die Blase voll und sollte geleert werden. Dieses Gefühl bleibt aber permanent. Da ja mein PSA nach oben geht, könnte es sein, dass die Krebszellen, die am Absetzrand der Blase nicht entfernt werden konnten, sich ausbreiten und die Sensorpunkte der Nerven, die für den Befehl "Blase voll" zuständig sind, erreicht haben und diese stimmulieren.
       
30.05.2016 0.08 19.05.16
Neue PSA Messung 0,08. so langsam geht es wieder aufwärts mit dem PSA. Der Uro hat empfohlen zu bestrahlen. Ich bin sehr unsicher. Vor der Prostatentfernung hieß es: 90 % der Operierten sind nach einem Jahr trocken. Ich bin`s bis heute nicht. Also das kann durch die Bestrahlung nicht schlimmer werden. Aber mein Darm, der funktioniert hervorragend, das wäre ganz schlimm wenn ich da Probleme bekäme. Ich weiß nicht.
       
22.07.2016 0.08 19.05.16
Meine Hausärztin hat mich überredet eine Darmspiegelung zu machen. Ich habe null Probleme und ernähre mich sehr gesund wie man in meinem Bericht vom 06.02.2013 lesen kann. Bei der Darmspiegelung hat man im oberen Bereich des Darmes ein Adenom festgestellt.

Terminales Ileum:
Unauffällige Schleimhautverhältnisse im termin. Ileum.

Kolon:
Im prox.Colon asc. Verdacht auf ein Karzinom. Es wächst nicht stenosierend auf einer Länge von 20 cm. Das polypös im Sinne eines malignen Polypen wachsende Karzinom umfasst 1/3 des Darmlumens bei einer max. Größe von 30mm. Die Oberfläche ist weich und nicht erodiert, an einer Stelle allerdings zentral großflächig eingesunken. Der Polyp läßt sich auch mit viel Flüssigkeit nicht hochspritzen. Ansonsten regelrechte Schleimhautverhältnisse in allen eingesehenen Kolonabschnitten. Kein Anhalt für eine akute Entzündung oder einen endoluminalen Tumor.

Beurteilung: Großer, flacher, teils erhabener Polyp direkt distal der Bauhin`schen Klappe – malignitätssuspekt bei zentraler Einsenkung mit fehlendem „lifting-sign“.

Biopsie:

1 Probe: 2 Stück ca. 0,4 cm große Gewebstücke
Diagnose: Regelhafte Ileumschleimhaut

2 Probe: Prox.Colon ascendens: mehrere, bis 0,4 cm im Durchmesser 1,4 cm große Gewebestücke. (Jeweils HE,PAS)
Diagnose: Hochgradig fragmentierte Anteile eines tubulo-villösen Adenoms mit niedriggradiger intraepithelialer Neoplasie (low-grade) – eine Entfernung im Gesunden histologisch nicht belegbar.

Kein Anhalt für Malignität.

Also Krebszellen wurden in den Gewebe-Proben keine gefunden. Wenigstens etwas erfreuliches.
Am Montag Besprechung mit dem Professor wie es weiter gehen soll.

       
30.08.2016 0.08 19.05.16
Ich habe mit 2 Ärzten gesprochen. Beide sagten "sofort rausmachen".
Ein ca.24 cm langes Stück des Dickdarms, ganz oben, gleich hinter der Bauhin`schen Klappe. sowie das Meckel`sche Divertikel wurden entfernt.
Operation problemlos, keine Krebszellen!!!
Hinterher habe ich erfahren, dass ich wohl ein "Lehrobjekt" war. Es wurden mehrere kleine Fehler gemacht. Meine OP-Narbe sieht aus wie eine Kraterlandschaft, eine Bauchvene wurde aus Versehen angestochen und hat unbemerkt von den Ärzten mehrere Tage in die Drainage geblutet usw. Ärzte sehr hochnäsig und "fehlerlos". Jetzt nach 4 Wochen fühle ich mich wieder fit.
PSA von Mai bis August um 2 Punkte von 0,08 auf 0,10 gestiegen.
Vorerst warte ich mal ab.
Nächste Woche ist Sprechstunde bei der Prostata-Selbsthilfe-Gruppe, mal sehen was dort empfohlen wird.
       
07.10.2016 0.10 31.08.16
Mein PSA ist jetzt auf 0,10. Der Uro rät sofort zu bestrahlen. Bei der Selbsthilfegruppe war die Meinung geteilt, überwiegend für bestrahlen. Ich bin sehr unschlüssig.
       
10.01.2017 0.12 30.11.16
Ich habe mich bestrahlen lassen ab Anfang Dezember 2016. Der PSA war bei 0,10.
37 Bestrahlungen im Klinikum Ludwigshafen mit je 1,8 Grey.
Nach Strahlung Nr. 30 bis ca. 35 leichtes ziehen am Darmausgang. Beckenbodenmuskel ganz leichter Schmerz beim Anstrengen. Dann war Wochenende, 2 Tage Strahlenfrei. Montag keine Beschwerden mehr. Also fast nicht erwähnenswert.
Inkontinenz wurde über die Zeit der Bestrahlung ein wenig besser. !!?
Die Strahlenklinik im Klinikum Ludwigshafen kann man empfehlen. Man kann mit dem PKW fahren bis vor die Haustür, Sehr freundliches und genau arbeitendes Personal.
In 4 Monaten Nachuntersuchung.
       
28.02.2017 0.12 30.11.16
Ich bin jetzt 72 Jahre alt, fühle mich eigentlich wie 52, werde im Mai zum ersten mal Opa. Ich fühle mich sehr wohl und bin in richtiger Hochstimmung. Morgens nach dem Frühstück 20 Minuten Ergometer. Fast jeden Tag nachmittags ca. 15 - 20 km Fahrrad durch Wald und Wiesen. Medikamente nur noch gegen Bluthochdruck, hält sich aber in Grenzen. Also rundum zufrieden wenn es noch ein paar Jahre so weiter geht. 5 Jahre wäre schön. Jetzt wo ich einen Enkelsohn bekomme ist jeder zusätzliche Tag ein unbezahlbares Geschenk.
       
23.05.2017 0.05 12.05.17
4 Monate nach der Bestrahlung ist der PSA auf 0,05 wieder abgefallen. Seit ca. 10 Jahren ist mein Blutdruck erhöht. Seit Juli 2016, nehme ich auf Rat des Arztes ASS 100. Täglich 1 Tablette mit 100 mg. Seit 3 Wochen habe ich Sehstörungen rechtes Auge (Doppeltsehen, verschwommenes Sehen). Ohrgeräusche, Druckgefühl im Kopf rechts, Ohr rechts bis zum Auge. Habe die ASS seit 3 Tagen reduziert auf 50 mg. Habe das Gefühl es wird besser.
Seit 10 tagen bin ich OPA, Mutter und Kind alles gesund. Super!
       
22.12.2017 0.02 22.12.17
Bravo. Die Bestrahlung vor einem Jahr hat wohl getroffen. PSA jetzt bei 0,02.

Mit 72 Jahren wird man aber nicht gesund. Wenn man wohl eine Baustelle im Griff hat, tut sich die nächste auf. Ich habe weißen Hautkrebs. Zwei relativ kleine Stellen. Eine am linken Ohr, eine am Hals. Arzt sagt das wäre nichts bewegendes. Die Stellen werden im Januar heraus geschnitten dann wäre das gut. O.K.

Etwas anderes macht mir größere Sorgen. Ich bin ein sportlicher Mensch und fahre gerne mit dem Fahrrad.
Seit Juli 2015 bekomme ich immer wieder Schwindelanfälle. In letzterer Zeit immer in kürzeren Abständen. Jetzt war der 9. Anfall mit Sturz. Schwere Gehirnerschütterung. Ich traue mich nicht mehr auf Rad. Die letzten 2 Anfälle kamen ohne Schwindel-Vorwarnung. Ich fahre mit dem Rad ganz locker und langsam spazieren. Plötzlich wie "Schalter aus", - wenn ich den Boden erreiche bin ich schon bewusstlos. Wache dann wieder auf als wäre nichts gewesen.

Herz, Ohren, Kopf-MRT, nichts auffälliges. Keiner weiß woher das kommen könnte. Bekomme jetzt ein Loop-Event-Recorder. Mal sehen.