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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
15.05.2011 5.24 15.05.11
Allgemeiner Gesundheitscheck beim Hausarzt. Er stellt u.a. einen PSA-Wert von 5.24 fest und bittet um erneute Messung mit entsprechender Schonung (kein Radfahren, Sport, sexuelle Aktivität etc vor der Blutabnahme.)
       
01.06.2011 4.00 01.06.11
Hausarzt misst PSA-Wert erneut. Wert knapp unter 4. Damit gibt er Entwarnung. Für mich bis dahin kein Grund zur Sorge, hatte mich noch nicht viel mit dem PSA-Wert beschäftigt.
       
01.07.2013 6.30 01.07.13
Erste Messung des PSA-Werts bei meinem Urologen Dr. Pöppel im Rahmen eines allgemeinen Checks.
Wert ist zu hoch, ich soll weiter PSA-Messungen machen lassen.
Weitere Messungen folgen im 1-2 Monats-Abstand. Urologe möchte sicher gehen, dass nicht eine vorübergehende Entzündung etc. die Ursache ist
       
01.08.2013 7.31 01.08.13
Urologe möchte PSA-Wert weiter beobachten, darum erneute Messung
       
07.02.2014 5.62 01.12.13
Ich lasse aufgrund der andauern hohen PSA-Werte beim Urologen eine Biopsie durchführen.
Vorangegangen waren natürlich auch Tast- und Ultraschalluntersuchungen. Alle waren unauffällig

Befund: Prostata-Carzinom cT1c GII Gleasonscore 6

(2./10. Prostatastanzzylinder rechts zentral basal und links lateral: gut differenziertes azinäres Adenokarzinom
der Prostata mit 5% bzw.30% Befall.
Gleason pattern 3+3 = Gleason score 6.
1./3.-9. Repräsentative Prostatastanzzylinder aus den übrigen acht Regionen mit einfacher rückgebildeter und
postatrophischer Hyperplasie.)

Urologe rät mir als sicherster Schritt, auch aufgrund meines Alters zur radikalen Prostata Ektomie mittels Da-Vinci-Methode (er kennt einen guten Arzt, Dr. Schön an der Missio-Klinik in Würzburg).
Er zeigt mir aber auch alle anderen Alternative wie Seeds und v.a. auch Acitve Surveillance auf.

Nach Überwindung des ersten Schocks und längerer Bedenkzeit entscheide ich mir für Active Surveillance.
V.a. auch da ich Angst vor den möglichen Nebenwirkungen wie Impotenz & Inkontinenz habe.

Ich fühle mich bei meinem Urologen gut aufgehoben und verzichte auch deshalb auf eine angebotene Zweitmeinung
       
22.05.2014 11.50 22.05.14
Kontrolltermin PSA-Wert. Ergebnis: diesmal stark erhöhter Wert 11.5. Urologe meint, das sei wohl noch die Nachwirkung der Biopsie.
       
10.06.2014 11.50 22.05.14
Meine Lebensgefährtin empfiehlt mir parallel zur klassischen Behandlung es auch noch mit einem Heilpraktiker zu versuchen.
Dieser meint er könne voraussichtlich schon etwas machen, v.a. da ich kein akutes Zeitproblem habe(Niedriger Gleason-Score, Active Surveillance).

Vorab wird ein Blutbild gemacht (Bio-Diagnostik) das keine großen Auffälligkeiten zeigt, aber zu folgenden Empfehlungen bzw. Medikationen führt:

Zu Beginn der Behandlung bekomme ich gegen Übersäuerung und zur Aktivierung der Selbstheilung 10x Laser-Lichtbehandlung intravenös und Infusionen zur Entsäuerung.
Medikamente: u.a, homöopathisch Tropfen Proscenat (3x tägl. 20 Tropfen), dazu L-Arginin (morgens und abends 1500mg), Progesteron-Creme, Vitamin D3
Diese Medikamente nehme ich auch heute (03/2015) noch

PSA-Wert bei diesem Blutbild ist 5.07. Mein Urologe meinte die z.T. abweichenden Werte Messung Hausarzt bzw. Heilpraktiker und bei ihm kämen aufgrund eine unterschiedlichen Messmethode zustande. Der dort ermittelte Wert müsse ca. x1.5 genommen werden um mit seiner Messmethode übereinzustimmen. Damit also hier ca. 7.6
       
03.07.2014 7.36 03.07.14
Kontrolltermin beim Urologen. Tastbefund und Ultraschall wie immer unauffällig.
PSA-Wert wieder zurückgegangen. Beim letzten hohen Wert war die Prostata wohl noch durch die Biopsie "beleidigt"
       
26.08.2014 7.36 03.07.14
Auf Empfehlung meines Urologen wird zusätzlich ein MRT der Prostata gemacht.
Den Radiologen ist bekannt dass ich ein durch Biopsie nachgewiesenes Karzinom habe.
Es soll der Befund verifiziert und die Ausdehnung und Lage des Tumors zusätzlich ermittelt werden.
Mein Urologe meint diese bildgebenden Verfahren haben Grenzen, und sind meistens nicht genau. Deshalb sollt die MRT auch nur zusätzlich zur Biopsie erfolgen und diese nicht ersetzen.

Befund:
Beurteilung:
1. Beidseits: Bei bekanntem NPL deutlicher Signalabfall beidseits in der peripheren Zone ohne Nachweis
einer Indexläsion in der parametrischen Analyse (PI-RADS 6).
2. Kein Nachweis eines organüberschreitenden Tumorwachstums. Neurovaskuläres Bündel regelhaft.
Transitionalzone rechts: Vereinzelte Voxel mit suspektem Citratabfall an der Basis und in der Mitte der
Transitionalzone rechts. Hier könnte ebenfalls eine Tumorkomponente vorliegen (PI-RADS 6).
Kein Nachweis einer lnfiltration des anterioren fibromuskulären Bandes.
Samenblasen, Harnblase und Rektum regelrecht.
Kein Hinweis auf eine intrapelvine Lymphknotenfilialisierung.
Kein Anhalt für eine ossäre Filialisierung des Beckenskeletts.

So ganz werde ich aus dem Fachchinesisch leider nicht schlau. Mein Urologe meint, die MRT hätte einen höheren Befall angzeigt als durch die Biopsie. Das könne nicht stimmen und zeige die Grenzen der bildgebenden Verfahren
       
24.09.2014 5.52 24.09.14
erneutes Blutbild beim Heilpraktiker nach den diversen Medikationen.
Ergebnis: Werte deutlich verbessert, PSA 5,52 (entspräche wohl Messung Urologe ca. x1.5 = 8.28).

Medikation des Heilpraktikers: Weiterhin Progesteron, homöopathische Proscenat-Tropfen, Vitamin D3, Bromelain-Tabletten, L-Arginin.
       
16.10.2014 6.15 16.10.14
Kontrolltermin beim Urologen.
Tastbefund, Ultraschall weiterhin unauffällig.
PSA-Wert auch in etwa gleich.
Er rät mir aber aufgrund neuer Erkenntnisse anlässlich Urologen-Seminars zu Acitve Surveillance zu einer frühen Re-Biospsie.
Bisher wurde von einer Re-Biopsie nach 15-18 Monaten ausgegangen. Falls unauffällig könnten die weiteren Biopsien dann im 2-3 Jahres-Rythmus erfolgen.
Nach neuen Erkenntnissen wird die erste Rebiopsie allerdings schon nach ca. 12 Monaten empfohlen.
Ich einige mich mit ihm nach dem Jahreswechsel einen neuen Termin zu vereinbaren.
Ich werde im Januar 50 und möchte Weihnachten, den Jahreswechsel und meinen Geburtstag noch möglichst ohne diesbezügliche Sorgen erleben.
Wir vereinbaren dann einen Termin ziemlich genau 12 Monate nach der Erst-Biopsie für Februar 2015
       
09.02.2015 8.15 09.02.15
Kontrolltermin vor der Biopsie mit Abtasten, Ultraschall und PSA-Wert-Kontrolle. Ergebnis: alles soweit unauffällig. Leichter PSA-Anstieg.
       
20.02.2015 8.15 09.02.15
Re-Biopsie. Diesmal nur mit örtlicher Betäubung ohne allgemeine "Ruhigstellung".
Das letzte Mal war noch kurz vor der Umstellung auf die lokale Betäubung. Da wurde mir noch intravenös ein Medikament zur kpl. Entspannung und Schmerz-Unempfindlichkeit gegeben.

Diesmal keine allgemeine Ruhigstellung sonder nur eine lokale Betäubung (rektal).
Damit könnte ich theoretisch anschließend sogar selber Auto fahren, von dem mit aber dringen abgeraten wird.
Deshalb lasse ich mich auch wie beim letzten Mal von meiner Partnerin abholen.
Biopsie selber wie das letzte Mal auch nur etwas unangenehm aber nicht besonders schmerzhaft o.ä.
Lässt sich wirklich gut aushalten - kein Problem. Ich merke auch wieder dass mein Urologe hier Routine und alles im Griff hat. Ich fühle mich gut aufgehoben
       
26.02.2015 8.15 09.02.15
Besprechungstermin Biopsie:
Ergebnis: leider nicht so toll... Anstieg des Gleason-Scores von 5 auf 7a..


Beurteilung der Pathologie München-Nord:
2./10. Prostatastanzzylinder rechts zentral basal und links lateral: lnfiltrate eines mäßig differenzierten azinären
Adenokarzinoms der Prostata mit jeweils etwa 20 % Befall.
Gleason pattern 3+4 = Gleason score 7a.
1./3.-9. Repräsentative Prostatastanzzylinder in den übrigen acht Regionen mit einfacher rückgebildeter und
postatrophischer Hyperplasie.

Beurteilung meines Urologen:
In der Rebiopsie bei zu 03/14 identischer Tumorlokalisation eines Adenokarzinom der
Prostata nun nachweisbarer Grading-shift von Gleasonscore 6 auf 7a und von einem gut-
differenzierten zu einem mässig-differenzierten tumorhistologischen Befund. In Zusammenschau
dieser aktuzellen Befundsituation sowie bei konsekutiv ansteigenden PSA-Werten wird eine radikale
nervenprotektive Prostatovesikulektomie empfohlen um die kurative Sicherheit nicht zu gefährden. Im
Gegensatz zu den amerikanischen guide-Iines wird in den europäischen Leitlinien hier kein
beobachtendes Abwarten mehr empfohlen. Ich habe diese Empfehlung mit Ihnen ausführlich erörtert,
Sie benötigen zunächst Bedenkzeit und werden sich im Intervall wieder bei mir melden.

Meine Partnerin ist bei der Besprechung der Ergebnisse dabei. Mein Urologe nimmt sich wieder viel Zeit (Termin ist wie immer am Ende seiner Sprechstunde) und rät mir aufgrund der Verschlechterung wieder zur kurativen radikalen Prostata-Ektomie mittels Da-Vinci an der Klinik in Würzburg bei Dr. Schön.

Eine Anfrage unsererseits nach der neuen fokalen Therapie mittels IRE wie kurz zuvor u.a. im Focus beschrieben lehnt er aus als noch im experimentellen Stadium befindlich ab.
       
28.03.2015 8.15 09.02.15
Ich habe nach wie vor Angst vor den möglichen aber eben auch einigermaßen wahrscheinlichen Nebenwirkungen einer radikalen Prostata-Entfernung.
Deshalb lese ich mich per Internet in die Behandlung mittels IRE ein und nehme Kontakt zu der anscheinend hier führenden Klinik in Offenbach auf.
Dort wird schnell und ausführlich geantwortet. IRE sei zwar noch ein neues Verfahren, aber die Ergebnisse nach nun mehr 3 Jahren seien sehr positiv.
Ich schöpfe Hoffnung dass es eine Alternative zur kpl. Entfernung gibt..
Ein Anfrage an meine (private) Krankenkasse zur Kostenübernahme wird negativ beschieden, da das Verfahren noch experimentell sei, und durch dieeutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) nicht anerkannt.
Ich antworte mit Hinweis u.a. auf ein Gerichtsurteil zur damals noch neuen Methode HIFU bei dem die Krankenkasse ebenfalls zur Kostenübernahme verpflichtet wurde, sowie auf die möglichen deutlich höheren Folgekosten bei einer Prostata-Ektomie mit anschließender notwendiger Reha....
Antwort steht noch aus.
Nächste Woche habe ich ein weiteres Beratungsgespräch mit meinem Urologen. Ich bin gespannt was er zu der von mir mittlerweile favorisierten IRE-Behandlung sagt...
       
01.04.2015 8.15 09.02.15
Gespräch mit meinem Urologen über mögliche Therapie.
Ich teile ihm mit, dass ich trotz noch experimentellem Stadium die IRE-Therapie plane.

Er kennt IRE bisher noch nicht, und würde mir aus seiner Sicht natürlich immer zur bewährten Methode RPE mit DaVinci-Methode in Würzburg raten.
Er versteht aber meine Entscheidung und hilft natürlich auch mit wenn es um Nachsorge etc. geht.
Ich habe den Eindruck, dass er trotz des hochexperimentellen Status dieser Behandlung auch etwas neugierig auf das Ergebnis ist.
Er meint grundsätzlich sei die fokale Therapie sicher die Zukunft, aber ob eben gerade IRE die richtige Methode sei wird sich erst in vielleicht 10 Jahren herausstellen.
Zusätzlich meinte er dass ich immer in Erinnerung haben müsse, dass er bei diesem Gespräch natürlich zur RPE geraten hat.
Nicht weil er dagegen ist, sondern damit ich später nicht sagen könne er habe mir zur IRE geraten wenn es dann schief geht.
Meine Überlebenswahrscheinlichkeit sei natürlich auch kpl. ohne weitere Behandlung mindestens 10-15 Jahre.

Insgesamt ein sehr positives Gespräch ohne Eile und mir vielen interessanten Informationen trotz seiner aktuellen sehr beschäftigten oder eher überlasteten Phase. Ich habe bei ihm ein gutes Gefühl.

Ich bitte Ihn zusätzlich eine Zweit-Befund meiner letzen Biopsie und eine DNA-Zytometrie der Proben durchführen zu lassen.
       
07.04.2015 8.15 09.02.15
Zweit-Befund meiner Biopsie ist da.
Exakt das gleiche Ergebnis, der Pathologe hat sich nicht einmal die Mühe gemacht einen neuen Bericht zu schreiben.
Stattdessen den alten kopiert und nur einen Nachbericht daruntergesetzt. Ergebnis:
"Auf Wunsch des Patienten wurde eine Zweitmeinung eingeholt. Dabei bestätigt Prof. XXXX die o.g. Diagnose (vgl. beiliegende Befundkopie).
       
29.04.2015 8.15 09.02.15
Der Befund der DNA-Zytometrie ist da. Das Ergebnis bestätigt die Befunde der Biopsie:

Messung von 451 Analysezellen, zeigt sich eine größte Stammlinie bei 1‚99c‚ eine weitere bei 3,940 sowie Zellen mit einem DNA-Gehalt bis 4‚6c. Damit liegt ein sogenanntes peritetraploides DNA-Verteilungsmuster vor. Dies entspricht einem Typ B modifiziert nach Tribukait (1993). Gemäß der S3-Leitlinien für Prostatakarzinome kann dieser prognostisch überwiegend gute Befund bei bestimmten Patienten die Indikation zur aktiven Uberwachung mit kurativer Option unterstützen. Wir empfehlen eine weitere DNA-Bildzytometrie bei den folgenden Biopsien.
       
29.04.2015 8.15 09.02.15
MRT-Termin in Offenbach im Prostata-Center in Offenbach.
Die MRT wird mit einer Endorektalspule durchgeführt um die Ergebnisse zu verbessern. Die Spule ist nicht sonderlich unangenehm und bei der MRT ist wie immer das größte Problem möglichst bewegungslos da zu liegen.

Die Beratung führt leider zuerst ein anderer Arzt in der Praxis durch, der u.a. schlecht deutsch sprach und auch sonst leider nicht sehr kompetent wirkte. Prof. Dr. Stehling (der IRE-Spezialist) war (angekündigt) erst später verfügbar, fand aber dann doch noch genügend Zeit für eine ausführliche Besprechung.

Ergebnis:
MRT war leider auch wenig aussagekräftig, da wohl anscheinend auch eine Entzündung (Prostitis) vorliegt. Deshalb Prostata fast überall grau, was sonst nur Krebsgewebe zeigt. Ähnlich der MRT vom August 2014. Überall Krebs kann nicht sein, da vorausgegangene Stanz-Biopsie ja etwas anderes zeigte.

Deshalb für weitere Therapie 3D-Biopsie notwendig (5x5mm-Raster, ca 70-80 Stanzungen). Aufgrund dessen wird dann ein 3D-Modell erstellt: notwendig für eine fokale Therapie.
Erfahrung habe zudem gezeigt, dass auch bei IRE (erste Entdeckung bei Kryo-Verfahren) das Immunsystem aufgrund der noch vorhandenen Krebs-Zell-Bruchstücken lernen kann, die Krebszellen zu vernichten. Bei einem Patienten gingen Lymphknoten nach IRE zurück

Die 3D-Biopsie wird unter Vollnarkose durchgeführt, deshalb sind noch ein paar Voruntersuchungen beim Hausarzt notwendig.
       
11.06.2015 8.15 09.02.15
3D-Biopsie im Prostata-Center in Offenbach
Vollnarkose, mit Johanniter in Privatklinik für eine Nacht. Katheter mit Spülung.
Am nächsten Morgen Kontroll-MRT. Alles in Ordnung. Katheter wurde entfernt und wir konnten wieder heimfahren.
Katheter war unangenehm.
Danach könne auch noch einige Wochen etwas Blut im Urin sein (normal). Falls Brennen beim Wasserlassen stärker würde und Fieber käme sollte ich Antibiotika nehmen. Passt aber soweit alles.
       
18.06.2015 8.15 09.02.15
Telefonat mit dem Urologen vom Prostata-Center in Offenbach

Ergebnisse:
- Krebs getroffen
- 56 Proben - 3 Treffer. Mittig, rechts & links, keine Randbereiche betroffen
- Ergebnis Histologie: Gleason Score 6 (also weniger als die 7a der letzten konventionellen Biopsie)
Ergebnis ist auch nach Einschätzung des Urologen immer etwas von der persönlichen Einschätzung des Pathologen abhängig. Deshalb ist gut möglich dass bei Biopsie im Februar 7a diagnostiziert wurde.
mäßiggradige chronische Entzündung der Prostata (eher normal)
- Krebs damit mit IRE gut behandelbar
       
28.07.2015 8.15 09.02.15
IRE am Prostata-Center in Offenbach

Zur Vorbereitung seit Vorabend nichts gegessen, am Morgen nur noch etwas Wasser getrunken.
Bei Ankunft dann erfahren, dass ich am Vorabend Fleet (Abführmittel) hätte nehmen sollen. Wurde mir aber nicht gesagt, und stand so auch nicht in dem Informationbogen.
Hab dann 2x Klistier Microlax genommen. Sei dann nach Aussage des Operateurs auch kein Problem.
Von IRE natürlich nichts mitbekommen., nach Aufwachen (ca. 1.5h) etwas gezittert, und noch etwas benommen.
Wurde dann aber schnell besser, mit den Johannitern in Klinik gefahren worden.
Die Nacht war ziemlich gruselig, da ich den Katheter in der ersten Nacht ganz schlecht vertragen habe.
Keine Schmerzen von der IRE oder so, aber andauernd Blasenkrämpfe und das Gefühl dauernd dringend aufs Klo zu müssen. Kaum geschlafen in dieser Nacht.
       
29.07.2015 8.15 09.02.15
Am nächsten Tag wieder mit Taxi zurück ins Institut zur Kontroll-MRT
Ergebnis war, dass alles soweit in Ordnung ist. Katheter soll ca. 14 Tage bleiben (leider).
Beinbeutel für Katheter + Ventil zum von Hand ablassen nach ca. 10 Tagen bekommen.
Dazu Desinfektionsmittel und Wassersoffperoxid-Lösung zur Reinigung und Antibiotika.
Meine Partnerin hat mich dann gottseidank heimgefahren, ich wäre an dem Tag noch nicht fit genug gewesen.

14 Tage krank geschrieben v.a. wg. Katheter. Hab ich als doch ziemlich unangenehm empfunden, auch wenn ich mich langsam etwas daran gewöhnt habe. Arbeiten wäre damit definitiv nicht so gut gegangen.
Nach ca 9 Tagen von Beinbeutel auf Ablassventil umgestellt, damit schon deutlich besseres Gefühl!
Nach 13 Tagen bei meinem Haus-Urologen Entfernung Katheter. Nicht schmerzhaft, aber ein tolles Gefühl wieder "schlauchlos" zu sein!
Am nächsten Tag noch mal Ultraschall-Kontrolle ob Blase leer wird - ja, alles gut.

Nach Absetzen von Antibiotika und Diclofenac am Anfang sehr oft das Gefühl aufs Klo zu müssen, dazu leichtes Brennen etc.
Hat sich dann aber schnell innerhalb von 2-3 Tagen gebessert.
       
02.11.2015 2.51 29.10.15
Stand heute:

Erektionsfähigkeit ist noch etwas eingeschränkt. Vielleicht auch nur Kopfsache. Wird aber besser!
Immer noch leichte Reizung nach Samenerguss mit dem Gefühl öfters aufs Klo zu müssen, aber schon deutlich besser, fast ganz weg.
Ansonsten keine Beschwerden mehr
Fahrradfahren wieder problemlos möglich

PSA-Wert bei Bestimmung bei Haus-Urologen da ich den Wert zur Kontrolluntersuchung mitbringen soll) am 29.10.2015: 2,51 -> Super! Ich freu mich sehr! Wert ist wie angekündigt gesunken. :-)

Kontroll-MRT in Offenbach ist für 06.11.2015 geplant.
       
06.11.2015 2.51 29.10.15
Heute Kontroll-MRT im Prostata-Center in Offenbach.

Ergebnis:
PSA-von 2.51 ist super. Wert kann aber bei den nächsten Messung evtl. auch noch etwas steigen.
Wichtig ist - wie bekannt - nicht nur der absolute Wert, sondern die Entwicklung an sich.

MRT: Ergebnis ebenfalls positiv :-) Dr. Zapf konnte auf dem MRT keinen Krebs mehr erkennen!
Damit ist die Behandlung nach jetzigem Stand erfolgreich verlaufen.

Schriftlicher Befund :
Kleinvolumige Prostata mit ca. 3,4 cm x 2,7 cm x 3,0 cm, entsprechend rund 15 ml. Nach dorsaler IRE hier kleiner bogenförmiger Defekt, ansonsten unauffällige Morphologie und Signalgebung der Restprostata, keine Zeichen einer akuten Entzündung, keine Zeichen von Tumorpersistenz, keine zwischenzeitliche Tumorneubildung. Keine pathologische Kontrastmittelmehraufnahme erkennbar, keine tumortypische Diffusionsstörung.
Das übrige kleine Becken unauffällig, keine eigenständige Raumforderung, keine pathologischen Lymphknotenvergrößerungen abgrenzbar. Im erfassten Skelettabschnitt kein Hinweis auf ossäre FiIiaIisierung.

Beurteilung:
Unauffälliger postinterventioneller Situs, kein Hinweis auf Tumorpersistenz, keine Lymphadenopathie.

Natürlich weitere Kontroll-Untersuchungen notwendig, die nächste in 3 Monaten, wieder MRT + PSA. Danach voraussichtlich erst wieder in weiteren 6 Monaten, danach im jährlichen Rhythmus.
PSA-Wert Kontrolle natürlich bis auf weiters alle 3 Monate.

Die vorhanden leichten Erektionsstörungen bessern sich erfahrungsgemäß nach ca. 6-9 Monaten.
Ich soll weiterhin C ialis oder ähnliches nehmen. Nachdem ich das auch schon vor der IRE genommen habe, und jetzt mit etwas höherer Dosis auch gut klar komme, bleibe ich wohl dabei.

Fazit: Bis jetzt alles gut! :-)
       
29.01.2016 2.73 22.01.16
2te Kontroll MRTim Prostata-Center in Offenbach

Ergebnis:
PSA-Wert von 2.73 ist in Ordnung.
MRT positiv, kein Krebs erkennbar.

Leichte Entzündung um die behandelte Stelle herum.
Deshalb wohl auch noch etwas höherer PSA-Wert als beim letzten Mal.
Grenze liegt nach seiner Tabelle und meinem Alter (50-59) bei ca. 3.5. Also alles in Ordnung.

Der Urologe meint, dass ich eine relativ große Prostata habe und es deshalb in Zukunft auch zu Problemen beim Wasserlassen kommen könnte.
Dem könnte man entgegenwirken in dem man einen Teil des Prostata-Gewebes entfernt(10-15ml) TURP, durch die Harnröhre.

Komischerweise steht im Befund “ Vergleich zu November 2015 fast unverändertes Volumen der Prostata”, damals stand dort zur Größe: Kleinvolumige Prostata mit ca. 3,4 cm x 2,7 cm x 3,0 cm, entsprechend rund 15 ml)

Wir sind uns aber einig, dass ich im Augenblick eigentlich keine Beschwerden habe und deshalb die Indikation für eine Behandlungen noch nicht unbedingt gegeben ist.
Das kann ich immer noch in Betracht ziehen, wenn ich durch die sich im Alter sicher vergrößernde Prostata Probleme z.B. beim Wasserlassen bekommen würde.
Eine Entfernung des Gewebes hätte nach seiner Meinung auch den Effekt, dass wenn das entzündete Gewebe entfernt wird dort auch in Zukunft natürlich kein Krebs entstehen kann.

In dem MRT-Bild erkennt man die behandelte Stelle gut (unten, mit 3 Nadeln, weiß sichtbar. Darüber das leicht entzündete Gewebe, grau.
Es könnte sein, dass durch das weitere Verwachsen der IRE behandelten Stellen sich die Prostata hier “verzieht” und sich dann Probleme beim Wasser lassen einstellen könnten.
Dem könnte mit der Entfernung des Gewebes entgegengewirkt werden.

Aber natürlich nicht notwendig zum jetzigen Zeitpunkt wenn ich keine Beschwerden habe.

Nächste Kontroll-MRT in Offenbach in 6 Monaten. 3-monatige PSA-Wert-Kontrolle sollte natürlich bleiben.

Er empfiehlt mir den PSA-Quotienten dann sicherheitshalber mitbestimmen zu lassen.

Zu den seit der IRE doch etwas stärkeren Erektionsstörungen:
Urologe meint, dass das eine Folge der IRE sein könnte, es sich aber auch noch bessern kann.
Er empfiehlt mir -wenn zufrieden- es weiterhin mit C ialis, oder auch mit anderen Wirkstoffen zu versuchen.

Fazit: alles soweit gut, weitere Beobachtung (PSA-Wert etc.) natürlich notwendig :-)
       
28.04.2016 2.73 22.01.16
Kontroll-Untersuchung und PSA-Wert-Bestimmung beim Haus-Urologen.
Abtasten, Ultraschall äußerlich und Rektal, etc.
Alles soweit in Ordnung, keine Auffälligkeiten. Da ich manchmal ein leichtes Nachtröpfeln nach dem Wasserlassen habe auch Restharnbestimmung in der Blase. Ergebnis: Blase vollständig entleert.

Die in Offenbach vorgeschlagene Bestimmung des PSA-Quotienten hält er für nicht notwendig bzw. sinnvoll.
Ggfs. wäre bei einem weiteren Anstieg des PSA-Wertest ein PSMA-PET zu diskutieren.
Wg. der nach wie vor vorhandenen Erektionsstörungen empfiehlt er weiterhin die bisherigen Medikamente.

Also soweit erst mal alles in Ordnung!
       
11.08.2016 3.86 11.08.16
Kontroll-Untersuchung und PSA-Wert-Bestimmung beim Haus-Urologen.
Abtasten, Ultraschall äußerlich und Rektal, etc.

Alles soweit in Ordnung, keine Auffälligkeiten. Auch diesmal wg. immer noch vorhandenem aber weniger werdenden Nachtröpfeln nach dem Wasserlassen wieder Restharnbestimmung in der Blase. Ergebnis: Blase vollständig entleert.

An Prostata ist Vernarbung etc. noch tastbar, aber besser verheilt.
Nachdem mein letzter PSA-Wert von Anfang Mai 3,61 war (gegenüber 2,73 Januar 2016) soll ich den weiteren Verlauf beobachten. Ggfs. wäre bei weiterer Erhöhung eine PSMA-PET - MRT zu empfehlen.
Ansonsten alles unauffällig. Er wollte auch wieder wissen was ich nehme wg. meiner Erektionsstörungen. Ich hab ihm gesagt dass ich weiterhin C ialis und Vardenafil nehme. Soweit in Ordnung.
Nächster Termin wiederin ca. 3 Monaten zur routinemäßigen PSA-Wert-Kontrolle.

Sonst keine Auffälligkeiten, keine Hinweis auf Tumorwachstum etc.
Nächste Kontrolle ist dann sowieso in 2 Wochen die Kontroll-MRT in Offenbach.

       
12.09.2016 3.86 11.08.16
Kontroll-MRT in Offenbach.
Diesmal nach einem Jahr seit IRE wieder mit Endorektal-Spule

Ergebnis nach Gespräch mit Dr. Zapf:

Alles soweit in Ordnung, kein Rezidiv erkennbar. Unauffällig.

Ich habe Dr. Zapf auf die steigenden PSA-Werte angesprochen. Er meinte, das sei wohl öfters zu beobachten, dass nach einem Abfall der Wert wieder steigt (Unterschied 3.6 zu 3.8 sei quasi konstant).
Erst mal kein Grund zur Sorge. Auf den MRT-Bildern ist nichts erkennbar (Bilder mit Endorektal-Spule wohl aussagekräftig, keine milchigen Bereiche durch Entzündung etc. erkennbar. Behandeltes Areal ist deutlich zu erkennen und ziemlich klein.
Ich hätte ja noch beinahe meine kpl. Prostata, deshalb kann bzw. muss mein PSA-Wert nicht 0 sein.
Er meinte wenn PSA-Wert signifikant steigen sollte, würde er sicherheitshalber eine PSMA-PET empfehlen. Evtl. z.B. an Uni-Klinik in Ulm etc. (machen sie wohl in Offenbach nicht).
Also soweit im Augenblick alles in Ordnung. Wenn kein signifikanter PSA-Wert-Anstieg Wiedervorstellung zur Kontroll-MRT erst wieder in einem Jahr, also ca. 09/2017.
       
10.11.2016 3.90 08.11.16
Anfang des Monats wieder die routinemäßige 3-Monats PSA-Wert-Kontrolle
Heute kam das Ergebnis. 3.90 zu 3.86 vor 3 Monaten. Also konstant. Soweit alles in Ordnung.
       
16.03.2017 4.62 09.03.17
PSA-Wert am 07.02.2017: 5,83, am 09.03.2017 4,62 (Nachkontrolle nach Anstieg)
Deshalb heute Gespräch und Untersuchung (Ultraschall und Urin) bei meinem Urologen.

Er wies darauf hin, dass fokale Therapien weiterhin experimentell sind, noch keine Langzeiterfahrungen. Z.t. an Unis in klinischen Studien erprobt. Auch gibt es keine Erkenntnisse wie hoch der PSA-Wert nach einer IRE sein sollte. Bei mir ist ja sowieso noch beinahe die kpl. Prostata erhalten.
Ansatz bei den fokalen Therapien sei es auch, dass man davon ausgeht dass das Leitkarzinom entfernt wird, evtl. andere sekundäre Karzinome nicht weiter streuen würden. Dieser Ansatz sei aber noch nicht bewiesen.
Auch wären die Hersteller der Geräte (bei IRE gibt es wohl nur einen), mit denen wiederum die Ärzte zusammenarbeiten, natürlich immer bestrebt gute Ergebnisse zu präsentieren um die Geräte zu verkaufen und die Entwicklungskosten zu decken.

Untersuchung soweit in Ordnung. Blase leer, ansonsten unauffällig. Er sieht den aktuellen Anstieg noch nicht direkt besorgniserregend. PSA-Wert wieder in 3 Monaten kontrollieren, dann kann neu bewertet werden. Ggfs. sinkt Wert ja auch wieder weiter. Wert ist sowieso recht volatil, wie man an den beiden Werten innerhalb von einem Monat sieht.

PSMA-PET könne dann immer noch in Erwägung gezogen werden. Verfahren wohl recht genau, bei negativem Ergebnis wohl zu 90%, bei positivem wohl zu 99%.
Wenn, dann am besten in München, rechts der Isar. Mit denen arbeitet er zusammen..
       
22.06.2017 5.96 20.06.17
Vor 2 Tagen am 20.06.2017 wieder die routinemäßige PSA-Wert-Kontrolle. Ergebnis diesmal wieder 5.96..
Bin etwas frustriert, da Wert doch nicht wie erhofft wieder etwas sinkt oder zumindest stabil bleibt.
Eigentlich war ich brav, bin auch nicht mit dem Rad zur Kontrolle gefahren.. Wert ist also nach wie vor ziemlich schwankend. Ich denke ich sollte doch mal ernsthaft über eine PSMA-PET nachdenken....
       
16.09.2017 5.96 07.09.17
07.09.2017: Termin bei meinem Urologen zu Blutabnahme Kontrolle PSA und spontan auch noch Untersuchung (Ultraschall und Urin).
Ergebnis noch ohne Werte: Soweit alles in Ordnung. Entfernter Bereich der Prostata auf dem Ultraschall noch gut erkennbar.
Er macht sich Gedanken wg. des bisher immer noch hohen bzw. steigenden PSA-Wertes. Ggfs. PSMA-PET?

Ich habe ihn angesprochen ob nachlassende Potenz, die ich mit mit Medikamenten wie Vardenafil etc. behandle, auch mit Testosteronmangel zusammenhängen könnte. Das wäre möglich. Allerdings würde er trotzdem kein Testosteron geben, da das Futter für den Krebs wäre. Deshalb bin ich auf entsprechende Medikamente angewiesen.
Ergebnis:
PSA-Wert Labor (Labor Urologe) 5,96. Zusätzlicher PSA-Wert 5,26 (Labor extern?)
Testosteron: 6,65 ng/ml (Normbereich)
Empfehlung laut Arztbrief:
PSA-Kontrolle in 3 Monaten, erneute Untersuchung in 6 Monaten empfehlenswert.
Also soweit in Ordnung, auch wenn mir der recht hohe PSA-Wert Gedanken macht. Aber ich habe ja auch noch fast meine kpl. Prostata... Und der Wert steigt aktuell nicht weiter, und ist auch relativ volatil. Also weiter abwarten. Ich denke positiv :-)