Bernhard A.



Personal data - diagnosis

Personal data

Visible name: Bernhard A.
Ctry: Deutschland
State/Province: NRW/Münsterland
Year of birth: 1952
Age: 66
Occupation: Dipl.-Ing.
Hobbies:
My Website:

Data at initial diagnosis

Date: 11.05.2005
Age at diagnosis: 52
PSA: 5.50
Biopsied? Yes
TUR-P? No
Gleason Score: 4 + 3 = 7b
TNM-Stages: T2b
Remark: Verdacht auf cT3a

Maximum measured prostate volume

Date:
PSA:
Volume in ml or cm³:

Postoperative pathological data

Date:
Gleason Score:
pTNM-classification:
Margins:
p-L-V-P-G-Findings:
See stories of:

Prostate cancer treatments

** PSA level at the start of the treatment
from to PSA** Type Clinic City
15.10.05 5.50 HDR-Brachy + ADT Klinik am Ring Köln und Bonn



Drugs

NEM = Nutritional supplement
from to Medication Quantity / unit of time
Quantity per D / M / Y etc.


PSA-History    ng/ml    logarithmic

PSA-History    ng/ml    linear

PSA doubling times in years

Doubling time is greater than previous period.
Doubling time is smaller than previous period.
* Calculated backwards for 1, 2, 4 and 8 periods.

Limit = 3 years


Calculation of doubling times in days

Doubling time in years:
Doubling time in days:
Date PSA 1* 2* 4* 8*
11.05.05 5.50
21.05.05 8.10 0.05
15.12.05 0.06 -- --
15.01.06 0.02 -- --
15.02.06 0.02 -- --
15.04.06 0.04 0.16 0.25 --
15.06.06 0.10 0.13 0.14 0.68
15.08.06 0.16 0.25 0.17 0.19
15.10.06 0.24 0.29 0.26 0.18 --
15.12.06 1.09 0.08 0.12 0.14 --
15.01.07 0.51 -- 0.23 0.25 0.35
15.04.07 0.76 0.43 -- 0.30 0.24
15.07.07 0.96 0.74 0.54 0.37 0.25
15.10.07 1.07 1.61 1.02 -- 0.32
15.01.08 0.51 -- -- 0.67
15.06.08 0.38 -- -- -- 1.47
15.12.08 0.16 -- -- -- --
15.06.09 0.09 -- -- -- --
15.12.09 0.06 -- -- -- --
15.06.10 0.05 -- -- -- --
11.07.11 0.03 -- -- -- --
02.07.12 0.02 -- -- -- --
30.04.13 0.01 -- -- -- --
18.01.17 0.01 -- -- --
           
Date PSA 1* 2* 4* 8*
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           
           

My Story

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Date Δ 

Last PSA from

Personal stories

       
15.10.2004 - -
(Die genauen Datumsangaben könnte ich nur teilweise wiedergeben; deshalb schreibe ich der Einfachheit halber immer den 01.;15.; oder 30. des Monats vorne bei den erforderlichen Datumsangaben)

- am Ende ist ein Kurzüberblick über meine Therapie zu lesen-

Okt. 2004
Nach Radtour, nur einmalig Blut im Urin. Ehefrau besteht auf Untersuchung durch Hausarzt. Bis zu diesem Zeitpunkt noch nie Krebsvorsorge. Hausarzt meint, nach einigen Routineuntersuchungen, weiter beobachten. Keine Digitale Rektale Palpation und keine PSA-Untersuchung. Ehefrau gibt aufgrund des Blutes keine Ruhe und ich stelle mich auch bei einem Urologen vor. Dieser nimmt die Angelegenheit sehr ernst und führt an 3 Tagen diverse urologische Untersuchungen durch.

Befund: „Aus urologischer Sicht vollkommen gesund†œ! Erleichterung bei mir. Bei Ihm nur Digitale Rektale Palpation (negativ) †“ kein PSA-Test obwohl bei „Blut im Urin†œ auch ein PK sicher hätte ausgeschlossen werden müssen.

Beim gleichen Urologen habe ich dabei auch meine zeitweisen ED-Probleme angesprochen, aber da wieder Besserung eintrat, wurde nichts unternommen.
Obwohl Blut und ED-Probleme Symptomen für ein Prostatakarzinom(PK) sein können lag der Schwerpunkt seiner Untersuchungen auf Tumore im Bereich Niere und Blase. Durch die bewusste Unterlassung des PSA-Testes zeigte er deutlich, dass er keinerlei Verdacht in Richtung PK hatte. Wie sich bald zeigte, (war es in meinen Augen) ein schwerwiegender Diagnosefehler.

Mein sicherlich schon vorhandener PK konnte in dem nächsten halben Jahr ungestört, von einem nicht tastbarem, zu einem deutlich tastbaren Karzinom weiter wachsen. (Mindestens eine klinische T-Stufe).

Nach meiner späteren Behandlung führte ich auch bzgl. dieses Arztfehlers einen Prozess.
Ich verlor dieses Verfahren vor Gericht deshalb, weil lauf Gutachter, es durch die zufällige und angeblich noch rechtzeitige Entdeckung der Krankheit durch seinen Nachfolger (siehe nächsten Abschnitt), noch zu einer angemessenen Behandlung, mit Aussicht auf Erfolg, gekommen wäre.

Dem Gutachter und den Richtern interessierte es nicht, dass ich es nur einem Zufall zu verdanken hatte, dass ich heute (2010) überhaupt noch lebe.
       
15.05.2005 5.50 11.05.05
Mai 2005
ED-Probleme nahmen wieder zu. Deshalb wieder zum Urolgen. Der Uro vom Okt.2004 war inzwischen Rentner und vonseinem Nachfolger wollte ich eine Testosteron-Untersuchung. Er ordnete zusätzlich einen PSA-Test (kannte ich damals nicht) ohne weitere Aufklärung an.

3 Tage später bekam ich einen Anruf vom Urologen. Der PSA-Wert wäre im verdächtigen Bereich †“ ich solle vorbeikommen. Er führte eine weitere PSA-Untersuchung und die digitale Rektale Palpation durch. Auf der Prostataoberfläche waren sehr deutlich verdächtige Verhärtungen zu ertasten. Auch der PSA-Wert bestätigte sich noch höher.

Die nachfolgende Biopsie brachte (telefonisch) eine Woche später leider ein „Positives Ergebnis: Gleason 2+4 (nach Helpap später 4+3) und Verdacht auf T3a - evt. noch T2a !
Das musste erst mal „verdaut†œ werden !!

Zum ersten Mal habe ich dann auch über PK und Behandlung im Internet gelesen. Verstanden habe ich zu dem Zeitpunkt fast noch gar nichts.
Es wurde, mit meiner Frau, einige Tage später beim Urologen eine Besprechung terminiert. Der Uro erklärte uns meine Krankheit und die erforderliche Behandlung. Aufgrund der 4 im Gleason und des deutlichen Tastbefundes wäre die Krankheit (PK) schon recht weit fortgeschritten. Eine recht baldige Prostata-Entfernung (er wollte selber operieren) wäre jetzt die einzige, sichere Behandlung. Über Bestrahlung erwähnte er gar nichts.

Da ich ja ein Bisschen gelesen hatte sprachen wir auch über die Nebenwirkungen der OP. Er machte mir keine Hoffnung auf nervschonende OP und ein gewisses Inkontinenzrisoko konnte er ja auch nicht ausschließen. Im Gegensatz zu meiner Frau war ich sehr irritiert und durcheinander über seinen Therapievorschlag. Deshalb vereinbarten wir, dass ich, mit Ihr, nach einer Woche, zum endgültigen Gespräch, wieder kommen sollte !

Durch weitere Internet-Information war ich im nächsten Gespräch etwas kritischer geworden. Der Urologe bezeichnete dieses Gespräch, in einem späteren Bericht, als „sehr schwierig†œ! Meine Einwand war immer wieder, ob es denn keine Möglichkeiten geben würde, die bekannten Nebenwirkungsrisiken einzuschränken ? Er wurde ungeduldig und aufgebracht: „Was ich denn eigentlich denken würde ? Es ginge doch um mein Leben und da wären die Nebenwirkungen doch nicht vorrangig !†œ Weiter keine Informationen über andere Therapien.

Ich wies Ihn darauf hin, dass ich privat versichert sei und ich auch zu spezialisierten Ärzten gehen dürfte ! Der Urologe merkte, dass ich dem OP-Termin so nicht zustimmen wollte. Deshalb schwenkte er um und wollte mich daraufhin zu einem ihm sehr gut bekannten Spezialisten überweisen. Die Unsicherheit in mir wurde immer größer und wir vereinbarten eine größere Bedenkzeit, in der ich selber, nach OP-Spezialisten suchen wollte !
       
01.06.2005 8.10 21.05.05
Anfang Juni 2005
Sofort nahm ich schriftlichen Kontakt mit namenhaften urologischen Chirurgen auf. Mit mehreren führte ich sehr interessante Telefongespräche, die mich auch medizinisch etwas mehr beruhigten. Jetzt hatte ich „das Heft in die Hand genommen!†œ Ich stand kurz vor der Entscheidung, mich von Prof. Semjonow operieren zu lassen.

Doch jetzt tauchte für mich ein bisher nicht bedachtes Problem auf ! Wie sollte ich als freiberuflich Selbständiger nach Außen mit meiner Krankheit umgehen. Ich befürchtete, dass meine Kunden nicht mehr zu einem Krebskranken kommen würden. Sie könnten denken, dass ich sie nicht zuverlässig, über längere Zeiträume, betreuen könnte.

Bei einer herkömmlichen OP würden sie mitbekommen, was mit mir los ist. Somit erkundigte ich mich weiter im Internet über laproskopische OP-Methoden und nahm wieder Kontakte auf. Auch diese Gesprächsergebnisse waren aus beruflicher Sicht nicht zufrieden stellend.

Nach weiteren Recherchen entdeckte ich einzelne Beiträge aus dem KISP/BPS-Forum (ohne direkt im Forum gewesen zu sein). Dort las ich erstmals etwas über weitere Diagnosemöglichkeiten (Zweitmeinung Pathologie und bildgebende MRTs ) und über Brachy-Therapien, die einige, ganz wenige Patienten, sehr erfolgreich und ohne viele Nebenwirkungen, für sich gewählt hatten. Schnell hatte ich Kontakt zu Prof. Helpap und Prof Vogel in Frankfurt aufgenommen. Beide bestätigten mir, nach Ihren Untersuchungen, dass mir, trotz meiner nicht mehr so rosigen Ausgangslage, noch alle kurativen Therapien offen stehen würden. Endlich hatte ich mal mit neutralen Beratern gesprochen. Und ich fand den Mut in Köln im Westdeutschen Prostatazentrum bzgl. eines Termins anzurufen.
       
15.06.2005 8.10 21.05.05
Mitte Juni 2005
In der Kölner Privatklinik wurde ich in einer sehr angenehmen Atmosphäre einige Stunden untersucht.

Man empfahl mir eine Bestrahlungs-Therapie bestehend aus äußerer Bestrahlung und hinterher 3x Afterloading (HDR-Brachy). Diese Therapie sollte dann noch von einer Kurzzeit-HB eingerahmt werden. Meiner Bitte, auf die HB (ich kannte inzwischen die Nebenwirkungen) zu verzichten, wurde (sehr energisch), nicht stattgegeben.

Schon auf dem Rückweg von Köln waren meine Frau und ich uns einig; hier hatten wir endlich Vertrauen gefasst und die Therapie sagte uns auch zu. Ich konnte während der Behandlung voll weiterarbeiten. Auch die Aussicht, mit deutlich weniger Nebenwirkungen, aus der Behandlung herauszukommen, hatte ganz klar ihren Reiz. Dass ich nebenbei auch noch eine sehr wirksame Therapie, für den Hochrisikobereich gefunden hatte, war mir damals noch nicht so klar wie heute. Schon am nächsten Tag stimmten wir dem Therapie-Vorschlag der Klinik zu und machten darauf die erforderlichen Verträge.

Es folgten dann kurzfristig weitere Untersuchungen in der Klinik und die Hormonblockade wurde Ende Juni eingeleitet.
Ab diesem Zeitpunkt war meine Psyche wieder in Ordnung. Es wurde endlich etwas gegen den Krebs gemacht und wir hatten volles Vertrauen in die Behandlung und zum Ärzteteam.
       
30.07.2005 8.10 21.05.05
Ende Juli 2005
Die Äußere Bestrahlung begann. 28 (x 1,8 GY) Behandlungen hatte ich vor mir. Die „Kölner†œ bestanden darauf, dass ich diesen Behandlungsteil auch bei Ihnen machen musste. Ihrer Begründung, dass Sie die Gesamtverantwortung für die ganze Behandlung hätten, konnte ich nichts entgegensetzen.

So musste ich jeden Werktag aus dem Münsterland, mit eigenem PKW, bis nach Bonn fahren (Außenstelle von Köln). 245 km hin und zurück = 490 km am Tag. Ich fuhr um 05.00 Uhr los und war um kurz vor 11.00 Uhr wieder im Büro. Bis 18.00 Uhr konnte ich fast noch voll in meinem Büro arbeiten. Meine Kunden bekamen, wie geplant, nichts mit.

Die Bestrahlungs-Behandlung war gut organisiert. Nach Ankunft konnte ich sofort in die Umkleide und 10 Minuten später war ich schon auf dem Bestr.-Tisch. Die Maschine fährt um einen herum und bestrahlt aus 4-5 Richtungen, je ca. eine ½ Minute. Zu spüren ist gar nichts. Erst gegen Ende dieser äußeren Bestrahlung wurde ich müder. Die letzten 5 Fahrten habe ich deshalb als Beifahrer gemacht. Auch der Harndrang wurde höher.

Anfang Okt. Wurde die 2. und letzte 3-Monatsspritze (HB) gestzt.
       
01.10.2005 8.10 21.05.05
Ende Sept./bis Mitte Okt.2005
Nach zweiwöchiger Pause kam jetzt der 3.Teil der Behandlung.
Es handelt sich um eine Bestrahlung des Tumors von Innen. Während bei der äußeren Bestrahlung die Prostatakapsel und die evt. befallene, nähere Umgebung (Samenblase und Lymknoten) das wichtigste Ziel war, ging ist jetzt um die Prostata selber †“ mit der so genannten Brachy-Therapie (brachy- kommt aus dem griechischen).

Diese Bestrahlungsform ist vor ca. 20 Jahren in den USA praxistauglich geworden. Seitdem werden die beiden Behandlungsarten; Seeds (dauerhafte ½ Jahr lang strahlende Implantate) und Afterloading (kurzzeitig Hochdosisbestrahlung) in den Staaten mit großem Erfolg angewendet. Es gibt dort mehr Brachy-Behandlungen wie Op´s. Hier in Deutschland wird noch zu ca. 90-95 % die Prostata per OP entfernt.

Meine gewählte Behandlung, die HDR-Brachy(Afterloading) wird durch den Damm eingebracht. Bei der Afterloading wird die erforderliche Menge Hohlnadeln, alle gleichzeitig, in die Prostata an diversen Stellen platziert. Dann wird durch eine Maschine, während der Behandlung, jede Hohlnadel angesteuert. In den Hohlraum fährt dann strahlendes Material bis zur Spitze (die in der Prostata platziert ist).

Die Bestrahlung aus der Hohlnadelspitze ist aufgrund der Intensität nur sehr kurz. Die ganze Behandlung wird durch Bildgebende Geräte unterstützt, sonst wäre die erforderliche Genauigkeit gar nicht möglich. Nachdem die Maschine alle Nadeln abgefahren hat, werden diese dann zusammen wieder entfernt. Das ganze findet unter Vollnarkose statt.

Vor der Behandlung setzt man einen Katheder, der ca. 2 Std nach der Bestrahlung wieder entfernt wird. Dann bleibt man noch einige Std. unter Beobachtung. Wenn dann alles gut verlaufen ist, geht es ab nach Hause. Das ganze wurde dann im Wochenabstand noch zwei mal wiederholt.

Die Afterloading hat zurzeit den Nachteil, dass Sie nur von wenigen Centern in Deutschland mit der notwendigen hohen Qualität, angewandt werden kann. Zwar hat fast jede Uni-Klinik dieses Gerät, aber aufgrund der hohen OP-Lastigkeit werden diese Geräte kaum benutzt. Es werden also keine Erfahrung gesammelt. Mir bekannte Brachy-Zentren, mit ausreichende Erfahrung, befinden sich in Kiel, Berlin, München, Offenbach und eben Köln.

Kombinierte Brachy-Bestrahlungen haben wenig Nebenwirkungen, weil bei der äußeren Bestrahlung nur 50,4 GY eingebracht werden - anstatt fast 80 GY z.B. bei IMRT. Wollte man von Außen die gleiche Bestrahlungsmenge in die Prostata und Umgebung wie bei der kombinierten Bestrahlung einbringen, müsste man mit ca. 120-140 GY behandeln. 75-80 GY sind jedoch die absolute Höchstbestrahlung von Außen. Nur mit der Kombination lässt sich der Tumor in solch einer hohen Intensität bekämpfen.

Ich war in meinem Leben bis dahin noch nie als Patient im Krankenhaus. Meine Aufregung, vor Narkose und Behandlung, war kaum zu beschreiben. Doch die angenehme Atmosphäre und das sehr freundliche und kompetente Personal der Privatklinik, ließen mich sehr schnell Vertrauen fassen. Es war wie in einem Firstclass-Hotel.

Bei den beiden nächsten Afterloading-Behandlungen, im Wochenabstand, war ich dann schon wesentlich ruhiger.
       
01.01.2006 0.06 15.12.05
Jahreswechsel 2005/2006
Inzwischen hatte ich angefangen, im Forum, mitzulesen. Erst jetzt begriff ich die Bedeutung und die Zusammenhänge bzgl. der Behandlung durch Hormonblockaden (HB). Somit hatte ich nach der Behandlung ein weiteres positives Erlebnis. Kein Arzt hatte mir gesagt, wie wichtig es sei, während der HB-Zeit, PSA- und Testosteron-Wert, messen zu lassen.

Erst Ende 2005 habe ich im Forum davon gelesen. Sofort ließ ich diese beiden Werte und noch einige Krebsmarker messen. Der PSA-Wert lag für einige Monate im kaum messbaren Bereich. Von diesem problemlos erreichten Tiefstand geht eine hohe prognostische Wirkung aus (solche Informationen bekommt man leider nicht von Ärzten, sondern nur im Forum) Dieser tiefe PSA-Wert sagt aus, dass meine Krankheit, zum Zeitpunkt der Bestrahlungen, noch einen kurativ therapierbaren Stand hatte. Die Hoffnung, wieder geheilt zu werden, war durch dieses Hintergrundwissen enorm gestiegen und verursachte eine starke Aufwertung meiner psychischen Situation.

Auch die mit getesteten Krebsmarker waren alle im zulässigen Bereich.

In dieser Zeitphase war ich noch in dem Glauben, auch einen Urologen für die Nachbetreuung meiner Krankheit zu benötigen. Da ich zu dem zweiten Urologen, der meine Krankheit entdeckt hatte und mich damals unbedingt selber (wie am Anfang beschrieben) operieren wollte, kein Vertrauen mehr hatte, wählte ich mir einen Neuen aus.

In der Sprechstunde angekommen gab er mir deutlich zu verstehen, dass ich mit meiner Therapie ein hohes Risiko eingegangen wäre. Er glaube nicht an den Erfolg der Behandlung. Eine OP wäre für mich die richtige Therapie gewesen. Eine sehr „aufbauende†œ Besprechung ! Er sah mich nicht wieder.

Da es derzeit keine gesundheitlichen Probleme gab und ich mein Wissen über PK im Internet und Forum ernorm steigern konnte, beschloss ich vorläufig, über meinen Hausarzt die weitere Nachbetreuung der Krankheit zu steuern. Dieser hatte zwar kein ausreichendes Wissen über die Krankheit, aber die Zeitpunkte der erforderlichen Blutuntersuchungen, kannte ich ja selber. Bei Unsicherheiten und Wissenslücken rief ich bei meinen „Kölner†œ Ärzten an. Diese hatten immer ausreichend Zeit für die, für mich erforderlichen, Telefongespräche.
So habe ich mich bis heute gut „durchgeschlagen†œ.
       
01.07.2006 0.10 15.06.06
Mitte 2006
Die aktive Behandlung war zu Ende. Nur die Wirkung der zweiten Dreimonats-Spritze war noch bis Jahresende in Kauf zu nehmen. Es trat eine gewisse Leere ein. Der Kampf gegen den PK lag als eine sehr aktive, intensive Zeit, hinter mir. Es war ein gutes Gefühl, gegen den „ungebetenen Untermieter†œ gekämpfen zu haben.

Ich hatte ja während der ganzen Zeit, der bisherigen Therapien, normal weitergearbeitet. Eine AHB war aus meiner Sicht auch nicht erforderlich.
Jetzt konnte man nur noch abwarten.

Die Hormonblockade (die doch viel länger nachwirkte) hatte aus meiner Sicht die größten Nebenwirkungen. Die körperliche Leistungsfähigkeit beim Sport war schon sehr eingeschränkt. Der Schlaf war auch wesentlich schlechter wie gewohnt. Hitzewellen waren allerdings bei mir nur Wenige.

Das/die sexuelle Verlangen/Aktivitäten waren sehr lange auf dem Nullpunkt.
Im Nachhinein muss ich an dieser Stelle meinen Ärzten, die mich behandelten, aber auch dem Urologen vor Ort, der mir die 3-Monatsspritzen gab, mangels der fehlenden Informationen, Vorwürfe machen. Heute weiß ich, dass man auf eine HB vorbereitet werden muss. Durch entsprechendes Verhalten sind die Kurz- und Langzeitfolgen doch wesentlich besser in den Griff zu bekommen.
Von keinem Arzt kam auch nur irgendein Hinweis. Hier im Forum habe ich erfahren, dass es den meisten Patienten, mit der HB, ebenso ergangen ist.

An dieser Stelle möchte ich auf die Verhaltenshinweise in den „KISP†œ-Texten hinweisen. Während meiner HB kannte ich sie leider nicht.
Keiner sagte mir, dass die HB noch sehr lange Nachwirkzeiten hatte. Erst nach einem ¾-Jahr (nach dem theoretischem Ende der HB) war der Testosteron-Wert wieder auf meinem „Normalstand†œ.

In der Zeit von Jan. †“ Okt. 2006 war ich in dem Glauben, dass ich durch meine 3 Therapien, einen dauerhaften ED-Schaden erlitten hatte. Erst sehr langsam kam ich wieder zu einem normalen Sexualleben zurück. Die Unterstützung durch „Viagra und Co.†œ war in dieser Zeit sehr wichtig und hilfreich.

Die niedrigen PSA-Werte waren in dieser Zeit wenig aussagekräftig. Obwohl die Bestrahlungen inzwischen fast ein Jahr zurück lagen, gab es noch keine zuverlässigen Erkenntnisse über den Erfolg der Therapie. Die HB wirkte ja immer noch etwas nach.

       
30.12.2006 1.09 15.12.06
Ende 2006
Jetzt fingen Testosteron und die PSA-Werte deutlich an zu steigen. Ich wusste ja, dass der PSA steigen würde, aber von dieser Schnelligkeit und Höhe war ich doch schon sehr überrascht.

Nach Absprache mit meinem Hausarzt nahm ich 14 Tage ein Antibiotikum und ließ dann sofort wieder messen. Und siehe da, das Medikament zeigte Erfolg. Es war augenscheinlich nur eine Prostataentzündung. Mit 0,51 lag der Wert Jan. 2007 wieder im beruhigenden, zulässigen Bereich.
       
15.10.2007 1.07 15.10.07
Okt. 2007
Doch die Werte stiegen bis Okt. 2007 trotz weiterer Behandlung mit Antibiotikum bis auf 1,07 wieder an. Natürlich kannte ich inzwischen das Phänomen „PSA-Bump†œ (zeitweiser Anstieg der Werte, vermutlich durch Bestrahlung ausgelöste Entzündungsvorgänge in der Prostata). Aber Sorgen macht man sich doch schon bei den vierteljährlichen PSA-Messungen.
(Vergleichbare Sorgen wird sich auch jeder Patient mit RPE machen; ihre Werte müssen ja immer im unmessbaren Bereich bleiben.)

Mit dem Wert von 1,07 im Hintergrund war ich durch Zufall einmal wieder bei einem neuen Urologen (ich wollte ihn zu meinen sehr niedrigen Testosteronwerten um Rat fragen †“ mein Hausarzt hatte ihn mir empfohlen). Nach kurzem schildern meiner Krankengeschichte und den derzeitigen PSA-Werten konnte ich das Thema Testosteron nicht mehr vorbringen.

Wie sein „urologischer Vorgänger†œ (vom Jahreswechsel 2005/2006) fing auch er wieder an meine Therapie schlecht zu reden. Er verstände nicht, warum ich nicht den OP-Weg gegangen wäre? Auf jeden Fall hätte meine Therapie aufgrund der derzeitigen Werte versagt und er wollte mir ein Rezept für eine HB ausstellen, die ich dann ab dem nächsten Tag anzufangen und dauerhaft beizubehalten hätte !! Ich lehnte höflich ab und wollte weiter meine Werte beobachten.

Er hatte wohl noch nie etwas von einem „PSA-Bump†œ gehört ??
Wenn man sich vorstellt, dass das Wissen aus dem Forum bei mir nicht vorhanden gewesen wäre, was hätte dieser Urologe mir als unbedarfter Patient nur angetan !! Man darf einfach nicht darüber nachdenken !! Ich hatte wohl Pech mit Urologen (bis auf die Kölner) ??
       
15.01.2008 0.51 15.01.08
Jan. 2008
Schon die nächste PSA-Messung deutete an, dass bei mir nur ein PSA-Bump vorlag. Mit 0,51 war ich wieder im langfristigen Sollbereich, der von meiner Klinik als Ziel-Mittelwert (plus/minus) angestrebt wird ; wieder Erleichterung !
Ich ging jetzt auf halbjährliche Messungen über. Bei jedem Bluttest fielen die PSA-Werte weiter ab.
       
15.06.2010 0.05 15.06.10
Juni 2010
Der PSA-Wert ist bei 0,05 angekommen. Die Behandlung ist jetzt fast fünf Jahre her. Durch das Lesen von sehr vielen positiven PSA-Verläufen im Brachy-Therapiebereich weiß ich, dass in meiner Situation kaum noch mit einem erneuten Anstieg der Werte zu rechnen ist. Mir ist schon klar, dass man sich bei Krebs nie ganz sicher sein kann ! Aber das derzeitige Gefühl, vermutlich erfolgreich beim Kampf gegen den PK gewesen zu sein, ist einfach nur SCHÖÖÖN !!

Zu Nebenwirkungen und Sonstigem im nachfolgendem Kurzbericht >
       
08.09.2010 0.05 15.06.10
Nachfolgend ein Kurzüberblick über meine Behandlung und weitere Informationen und Meinungen zum Thema PK-Therapie:

58 Jahre, Verheiratet, 3 Kinder - Freiberufler - Dipl.-Ing.

1.Teil: MEINE P K H
2.Teil: GRÜNDE FÜR MEINE THERAPIE
------------------------------------------------
1.Teil: Meine PKH
...................................................................
-Dx(Erstbefund) Mai 05 mit Gleason 2+4
-Zweitbefund durch Helpap 4+3
-Anfangs-PSA 5,5; -Anfangs-Testosteron 2,38 ng /ml
-deutl. Tastbefund, rechts evt. organüberschreitend, laut 2 Uro´s cT3
-MRT S Uni- Klinik Frankfurt: laut Prof.Vogl demnach Tumorvol. ca. 2x 1 cbm, Prostatavol. ca. 25 cbm; laut Vogl-Tumor eventuell auf Prostata-Region beschränkt ???
Aussage meines damaligen Uro´s: "Es geht um Ihr Leben, wenn Sie sich nicht operieren lassen" !!!!!????
.................................................................
ENTSCHEIDUNG zwischen OP und BESTRAHLUNG:
Entscheidung für Dreifach-Therapie (HB+2xBESTRAHLUNG):

I)ab Anfang Jul 05 Beginn 6-mon. Kurzzeit-HB1 mit Zoladex
-Wirkung bis 06/2006-
II)ab Anfang Aug 05 Beginn 28 x Äußere 3D-BESTRAHLUNG insg.50,4 Gy einschl.Bestrahlung der nahen Lymphknoten und der Samenblase etc...
III)ab Ende Sep 05 Beginn 3 x HDR-Brachy (AFTERLOADING) mit 3x 7,5 GY (Klinik am Ring/Köln)

PSA und Test.-Werte ng/ml
........................................
5,50 ........ 2,38 ..... Mai 05
0,06 ........ ----- …... Dez 05
0,02 ………. 0,43 ……Jan 06
0,02 ………. 0,52 ……Feb 06
0,05 ………. 0,44 …….Apr 06
0,10 ………. 1,19 …… Jun 06
0,16..........2,34.......Aug 06
0,24..........3,73.......Okt 06
1,09..........2,71.......Dez 06
0,51..........2,69.......Jan 07 (nach Anti-Biotika)
0,76..........4,09.......Apr 07
0,96..........3,73.......Juli 07
(in dieser Phase sagte mir ein Uro, daß meine Therapie versagt hätte und ich sofort mit einer dauerhaften HB beginnen solle - von einem "Bump" hatte Er wohl noch nichts gehört)
1,07..........4,18.......Okt 07
0,51..........3,60.......Jan 08
0,38..........3,29.......Jun 08
0,16..........3,26.......Dez 08
0,09..........2,49.......Jun 09
0,06..........3,72.......Dez 09
0,05.....ca .2,85.......Jun 10
0,03 ..........2,39.......Juli 11

69 Monate nach meiner Therapie: Zur Zeit sieht es nach einem VOLLEN THERAPIEERFOLG aus. Der PSA-Wert ist weit unter 0,5; somit im Ideal-Bereich. Vermutlich ein PSA-Bump von 04/07 bis 01/08.

Nie Inkontinenz und KEINERLEI NEBENWIRKUNGEN MEHR. Während der Bestrahlungen weiter gearbeitet.
Stehe weiterhin OHNE Einschränkungen VOLL im Berufsleben.

Libido-und Potenzverlust nur während der HB, sowie Schlafstörungen. Hitzewellen kaum merkbar. GV seit Sept.06 wieder möglich, doch aufgrund der HB-Nachwirkung, die seit Ende Juni 06 abklang, war es noch nicht zufriedenstellend. Seit November 06 nahm ich ca. jeden 2. Tag eine 1/8 Viagra; sowie Arginin (Von LEF) als pflanzliches Potenzmittel.
Zur Zeit sind die Maßnahmen mit pflanzlichen Mitteln ausreichend. Viagra ist nicht mehr erforderlich.
....................................................................
Nahrungsergänzungmittel=NEM(Antioxydanten):
Tomatensaft, Curkuma, Aloe Vera-Saft, Vitamine C,E und Selen, Fischölkapseln, Grüner Tee, Traubenkernkapseln, Pomegrante- und Broccoli-Kapseln, MixCaps von LEF(90Wirkstoffe). Nach meiner Überzeugung kann man mit den o.g. NEM das Immunsystem speziell gegen PK stärken, aber nicht direkt heilen oder die Krankheit kontrollieren. Deshalb nehme ich nur relativ geringe Mengen, fast immer unter den Angaben des Herstellers, aber durchgehend ab Therapieende und ich werde es die o.g. NEM, trotz meines bisherigen guten Krankheitsverlaufes, weiter nehmen.

2.Teil: GRÜNDE FÜR MEINE THERAPIE
......................................................................
In Europa wird den an PK-Erkrankten fast ausschließlich die OP empfohlen. Ganz anders in den U.S.A. Dort haben die neueren Bestrahlungs-Therapien wie IMRT oder die beiden Inneneren Bestrahlung (LDR-Brachy = Seeds) + (HDR-Brachy = Afterloading) der OP den Rang abgelaufen und werden bei der PK-Therapie wesentlich öfter eingesetzt. Interessant sind auch die diversen Kombinationmöglichen dieser Therapien. IMRT als Äußere Bestrahlung kann je nach Schweregrad der Krankheit mit den beiden Brachy-Therapien kombiniert werden. Häufig wird auch noch eine begleitende Hormontherapie über 6-9 Monate hinzugefügt.

Das Risiko der Nebenwirkugen ist bei den genannten Neueren Bestrahlung-Therapien wesentlich geringer.

Selbst im niedrigen Risikobereich scheinen die kurativen Ergebnisse noch besser zu sein, wie die OP-Ergebnisse. Im Mittleren- und Hochrisikobereich sind die Kombinations-Therapien der OP deutlich in der Heilung überlegen.

Meine Angaben beruhen nicht auf veraltete Studien, sondern auf die unmittelbare Beobachtung von BPS- Forumsmitgliedern und und der Auswertung Ihrer Angaben.

Man muß sich nur die Mühe machen, einmal ein bis zwei Jahre ins Forum zurückzulesen. Mit Erschrecken wird man feststellen, daß bei fast 30-50 % der Forumsteilnehmer mit OP, es zum Therapieversagen gekommen ist. Allen wurden die OP von Ihren Uro´s und den "Veteranen" hier im Forum, als die einzig mögliche sichere Therapie ohne echte Alternative, hingestellt. Die Patienten haben nicht nur mit dem Versagen Ihrer Therapie zu kämpfen, sondern auch noch mit den häufigen erheblichen Nebenwirkungen.

Wesentlich bessere Werte erzielen hier im Forum jedoch die oben genannten Neueren Bestrahlungs-Therapien.

Hier die Meinung Dr.F.EICHHORN, einer der besten PK-Ärzte in Deutschland (Link): http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=76#post76

Hier ein Ausschnitt aus einem Buch von Dr.BLIEMEISTER (Link) :
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=40728#post40728

Hier die Meinung von Forumsmitglied Knut KRUEGER (Link) :
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=40700#post40700

Bin mit meiner bisher erfolgreichen Behandlung und der "Klinik am Ring"(Köln) sehr gut zufrieden. Insbesondere möchte ich auf den Umstand hinweisen, daß bei mir durch die Behandlung dieser Krankheit, gar KEINE Nebenwirkungen zurück geblieben sind. Während der Behandlung und auch heute noch weiter voll im Beruf.

Im BPS-Forum und durch private Kontakte kenne ich noch 13 weitere Mitstreiter mit HDR-Brachy- Therapie. Der Einstiegs-Gleason ist bei allen mind. 4+3 oder höher. Die Erfolge dieser Therapie, im Hochrisikobereich, sind unverkennbar; und nach meinem Eindruck dem Therapieweg: OP mit anschließender Bestrahlung überlegen. Die bleibenden Nebenwirkungen sind im Wesentlichen bei diesen Mitpatienten sehr gering geblieben.
       
09.09.2010 0.05 15.06.10
Koloskopie zur Darmkrebs-Früherkennung > ohne Befund > keine Strahlenproktitis > vorsorglich 3 kleine Darmpolypen entfernt.
       
11.07.2011 0.03 11.07.11
Nach einem Jahr wieder ein guter PSA-Wert. Tiefer geht es fast nicht mehr.
Weiter voll im Beruf.
Weiter keine Nebenwirkungen durch die Therapie vor 6 Jahren.
       
02.07.2012 0.02 02.07.12
PSA-Wert noch weiter gesunken.

Sonst wie im Jahr 2011 zu lesen.
       
30.04.2013 0.01 30.04.13
Aufgrund eines Hausarzt-Wechsels wurde der jährlichen PSA-Test von Juni auf April vorgezogen.
Es gibt nicht Neues zu berichten. Alles weiter in Ordnung !
Im Herbst sind, seit der bisher erfolgreichen Therapie, 8 Jahre vergangen.
       
18.01.2017 0.01 18.01.17
Habe jetzt nach ca. 3 Jahren wieder den PSA-Wert testen lassen.
Weiterhin unmeßmar bei >0,006.