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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
08.12.2011 0.00 08.12.11
Vorgeschichte:
Im September 2011 ist bereits ein 2. Onkel an Knochenkrebs gestorben, bevor er das 70. Lebensjahr erreicht hat. Auf der Beerdigung erfahren, dass auch der 3. Onkel (Alter: 76) Knochenkrebs hat. Weitere Prostataerkrankungen in der Familie bekannt; Vermutung, dass hier ein genetischer Hintergrund besteht.

08.12.2011
Gespräch mit dem Hausarzt und umfassender Grundcheck (routinemäßig einschließlich Krebsvorsorge). Ergebnis: Kein Befund. Empfehlung: An meiner Vermutung könnte "etwas dran sein". Deshalb regelmäßige Kontrolle des PSA-Wertes.
       
11.01.2012 3.00 11.01.12
Erste Wiederholung des PSA-Wertes ergibt einen Wert knapp unter 3 - exaktere Bestimmung durch Hausarzt aus technischen Gründen wohl nicht möglich, aber nach seinen Aussagen unbedenklich. Kein Tastbefund, Ultraschall unauffällig.

Empfehlung: Weitere Beobachtung und PSA-Test alle drei Monate wiederholen.
       
25.04.2012 6.00 19.04.12
Neuer PSA-Wert nach Mitteilung des Hausarztes knapp unter 6. Dringende Empfehlung, einen Urologen aufzusuchen.

       
03.05.2012 10.90 03.05.12
Nach umfangreicher Internet-Recherche habe ich mich für einen Urologen in Köln entschieden; dort Terminwahrnehmung.

Erster Eindruck: Ausgesprochen angenehme Atmosphäre, Arzthelferinnen betont freundlich und offensichtlich sehr kompetent, Wartezimmer nicht überfüllt. Tiefgarage im Haus.

Arztgespräch: Keine lange Wartezeit, Arzt nimmt sich sehr viel Zeit, um sich meine Geschichte anzuhören; sofort geht er auf meine Fragen ein und versteht es, klar und offen über alle Probleme zu reden, ohne um den heißen Brei herumzureden. Ich fühle mich ausgezeichnet aufgehoben.

Erste Untersuchung: Kein Tastbefund, Ultraschall Bauchhöhle nichts zu erkennen, Ultraschall rektal deutet auf eine mögliche winzige Veränderung in der rechten Prostatahälfte hin. Blut- und Urinwerte sollen abgewartet werden.

Anruf bereits am nächsten Tag: PSA-Wert liegt bei 10.9; Biopsie wird dringend angeraten.
       
18.05.2012 10.90 03.05.12
Durchführung der Biopsie unter lokaler Betäubung. Mittels Hohlnadeln werden mehrere Gewebeproben entnommen; bei jeder Entnahme immer wieder der Hinweis des Arztes, dass ich mich sofort melden soll, wenn es zu unangenehm wird. Meine Erfahrung: Untersuchung konnte gut ertragen werden; Ängste davor sind unbegründet (wenn ich da an meine Erfahrungen mit verschiedenen Zahnärzten denke ....).

Nach einigen Tagen Beratungstermin:
Von allen Gewebeproben waren zwei positiv, die anderen ohne jeden Befund. Diese zwei positiven Proben weisen aber auf einen aggressiven und schnell wachsenden Tumor hin, der sofort behandelt werden muss - Gleason 4+4.

Umfassendes Gespräch des Arztes mit mir und meiner Frau:
Kurzdarstellung der Behandlungsvarianten - entweder radikale Entfernung oder kombinierte Strahlenbehandlung, beide Methoden in Kombination mit Testosteronhemmer.

OP bedeutet beruflichen Ausfall für drei Monate, da definitiv auch Reha notwendig. Erfolgsaussichten bei OP und Strahlenbehandlung etwa gleich gut mit über 90%, da der Tumor noch klein ist und die Prostata nicht verlassen hat. Mögliche Nebenwirkungen: Bei OP Harninkontinenzrisiko/Erektionsverlust ca. 30%, Darmprobleme niedriger; bei Strahlentherapie Inkontinenzrisiko weniger als 10%.

Kurzdarstellung der Strahlentherapie: Zunächst ca. 30 Termine externe Bestrahlung mit Linearbeschleuniger, dann nach kurzer Pause von ca. zwei Wochen drei stationäre Behandlungen mit HDR-Brachytherapie unter Vollnarkose. Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen: Verstärkter Harndrang, Blut im Urin, Durchfall. Alle Symptome hören nach Abschluss der Behandlung auf.

Darstellung der möglichen Nebenwirkungen des Testosteronhemmers: Hitzewallungen, Bildung einer Brust. Medikamente müssen voraussichtlich zwei Jahre genommen werden.

Vorsorglich soll vor Beginn einer Behandlung noch mittels Knochenszintigramm ausgeschlossen werden, dass sich (unbemerkt) Metastasen gebildet haben.

Auch angesichts meiner beruflichen Situation (selbständiger Freiberufler) haben wir uns für die Strahlentherapie entschieden. Schließlich erkundigen wir uns, ob der Behandlungsplan so angesetzt werden kann, dass unser Urlaub (Erfüllung eines langjährigen Wunschtraums: Besuch der Olympiade) in die Behandlungspause fällt. Arzt sichert zu, dass dies völlig problemlos sei; den Behandlungsplan stelle der Strahlentherapeut auf. Wir sollen ihn darauf ansprechen.
       
30.05.2012 10.90 03.05.12
Am Wochenende zuvor Beginn der medikamentösen Behandlung.

Erstgespräch Strahlentherapeut:

Trotz fester Terminvereinbarung müssen wir mehr als eine halbe Stunde auf das Gespräch warten, obwohl keine weiteren Patienten in der Praxis sind. Der Arzt ist sehr freundlich; seine Informationen konzentrieren sich auf die technischen Abläufe der Behandlung und organisatorische Hinweise.

Unsere Wünsche nach schnellem Behandlungsbeginn und Berücksichtigung des geplanten Urlaubs scheinen ihn zu irritieren. Er bittet aber sofort seine Sekretärin, den Behandlungsplan entsprechend aufzustellen und organisatorisch abzustimmen. Dies wird sofort erledigt.

Aufgrund des Befundes werden 31 externe Bestrahlungen angesetzt.

Nach Beendigung des Gesprächs und vor Verlassen der Praxis spricht uns die Sekretärin an, sie habe sich im Behandlungsplan verrechnet; die Behandlungspause sei zu lang angesetzt. Sie werde dies mit ihrem Chef klären und mich zurückrufen.
       
01.06.2012 10.90 03.05.12
CT in der externen Praxis des Strahlentherapeuten zur Definition des Bestrahlungsfeldes. Wieder Wartezeit in einem Flur der Praxis; Wartezimmer offensichtlich nicht vorhanden. Nackte Betonwände ohne Anstrich, Bestuhlung und abstrakte Bilder an der Wand in grellen Farben (überwiegend knallrot).

Assistent ist freundlich, beschränkt sich auf technische Hinweise (zur Behandlung Handtuch mitbringen, Markierungen auf dem Körper dürfen nicht entfernt werden). Arzt ist nicht zu sehen.

Anschließend Rückfrage im Sekretariat wegen des noch nicht erfolgten Rückrufs zum Behandlungsplan. Mitarbeiterin sichert zu, sich bei ihrer Kollegin zu erkundigen.

Verunsichert fahren wir nach Hause. Den erwarteten Rückruf haben wir auch in den Folgetagen nicht erhalten.
       
05.06.2012 10.90 03.05.12
Ganzkörperskelettszintigraphie in Radiologieabteilung Krankenhaus Köln-Kalk:

Sofort nach der Untersuchung Gespräch mit dem zuständigen Arzt: Keine Metastasenbefunde.

Ich bin erleichtert.

Interessantes Sachbuch gefunden (Kernaussage: Krebszellen brauchen Zucker). Empfehlung einer ketogenen Ernährung, also frei von Zucker und Kohlehydraten. Werde mich zwar nicht zu 100% danach richten, aber den Verzehr an zucker- und kohlehydrathaltiger Nahrung reduzieren.
       
11.06.2012 10.90 03.05.12
Beginn IMRT in der externen Praxis des Strahlentherapeuten

Hinweis im Sekretariat, dass die Therapie im 2. UG der Praxis stattfindet; dort sollen wir künftig direkt hingehen. Unten verschlossene Eingangstür mit Klingel; nach dem Klingeln wird ein Drücker betätigt und Eintritt in den leeren Warteraum. Kein Personal, wieder nackte Betonwände ohne Bilder an der Wand. Ich fühle mich wie im Übungsbunker während meiner Militärzeit.

Nach einiger Zeit wird eine zweite Tür geöffnet; Personal und Arzt bitten mich in den Behandlungsraum zwecks Einrichtung des Linearbeschleunigers und Erstbestrahlung. Alles geht etwas hektisch zu. Nach der Bestrahlung erhalte ich einen Zettel mit dem Terminplan und kann nach Hause.

In der Folgezeit täglich das gleiche Procedere: Eintritt in den Warteraum und Wartezeit bis zur Behandlung. Warteraum ist regelmäßig gut besetzt, teilweise bis auf den letzten Stuhl. Nette Kontakte und Erfahrungsaustausch mit den anderen Patienten, die die Umgebung ähnlich unangenehm empfinden. Patienten ohne Termin (Chemopatienten) erzählen, dass sie manchmal Stunden in diesem kalten Raum verbringen müssen.

Wir vertreiben uns die Zeit mit Erzählungen und Wetten, welcher Patient in welchen Umkleideraum geschickt wird. Es entstehen nette Kontakte. Behandlungsabläufe sind straff organisiert; erst nach einigen Behandlungsterminen "taut das Personal auf" und wird freundlicher. In den Folgeterminen ist der Arzt nicht mehr anwesend.

Mit fortschreitender Behandlung sich steigernde Nebenwirkungen durch Medikamente und Strahlentherapie:
Hitzewallungen, Schlafstörungen, Schmerzen an den Brustwarzen, Harndrang auch nachts (gegen Ende der Therapie tagsüber alle 2 Stunden), Existenzängste und Sorge um die Familie, nach den einzelnen Strahlenbehandlungen immer wieder Erschöpfungszustände.
       
27.07.2012 10.90 03.05.12
Ende der externen Bestrahlung

Durch verschiedene Wartungsarbeiten und Geräteausfälle hat sich der Behandlungsablauf um eine Woche gegenüber dem ursprünglichen Plan verlängert. Hierdurch hat sich unsere Sorge wegen einer möglichen zu langen Behandlungspause erübrigt.

Schlussgespräche sowohl beim Urologen als auch beim Strahlentherapeuten. Besonders das Gespräch mit dem Urologen sehr informativ: Erfahre erstmalig, dass Krebs gar nicht heilbar ist, sondern nur in seinem Wirkungsgrad durch Gegenmaßnahmen kontrolliert werden kann. Diese Aussage gibt mir Ruhe und hilft bei der weiteren Lebensplanung. Erhalte nochmals die Bestätigung, dass ich mich für die richtige Therapieform entschieden habe.

Zur Beendigung der externen Bestrahlung habe ich etwa 10% meines Körpergewichts verloren, was möglicherweise auch durch die Ernährungsumstellung verursacht ist. In den folgenden Tagen lassen die Nebenwirkungen der Bestrahlung (Erschöpfung, Harndrang) deutlich nach. Ich fühle mich gut.

       
14.08.2012 10.90 03.05.12
Habe beim Kreis Antrag auf Anerkennung einer Körperbehinderung gestellt, bin mal gespannt.

Nebenwirkungen der Medikamentenbehandlung (Bicalutin) verstärken sich: Immer wieder Schlafstörungen und Hitzewallungen, dazwischen Phasen mit starker Müdigkeit; meine Brust beginnt zu wachsen, teilweise schmerzhaft. Insgesamt alles erträglich.
       
15.08.2012 10.90 03.05.12
Beginn HDR-Brachytherapie (Afterloading):
3 kurzstationäre Aufenthalte in der Klinik im Wochenrhythmus. Jeweils mittwochs Aufnahme mit Voruntersuchungen, danach Aufnahme in der Bettenstation. Sehr freundliches Personal, Einzelzimmer mit Kabel-TV, Kühlschrank, Safe, Tageszeitung; Internet im Aufenthaltsraum verfügbar; Essen nach Auswahl; Stationsärzte und Nachtschwestern stellen sich persönlich vor. Motto der Klinik: Sie sind Gast und kein Patient.

Mittwochnachmittags nach den Arztgesprächen freie Verfügung. Man kann sich abmelden und seine Zeit außerhalb der Klinik verbringen.

Donnerstags Behandlung: Morgens früh Meldung beim Radiotherapeuten (im OP-Hemd mit Morgenmantel), erhalte dort eine Tablette und soll mich in einem Ruheraum auf eine Liege legen, wo ich dann eingeschlafen bin. Erst nach Behandlung aufgewacht und zurück aufs Zimmer gefahren worden.

Vorgehensweise der Behandlung: Unter Vollnarkose wurden 10 Schläuche direkt in die Prostata eingesetzt und für kurze Zeitspannen gemäß Computerberechnung hoch radioaktives Material eingeführt. Dauer der Behandlung vom Einschlafen bis Aufwachen ca. 2 Stunden.

Nach den Behandlungen fühle ich mich gut; nur nach der ersten Behandlung leichtes Brennen der Harnröhre (weil während der Behandlung Harnblase über einen Katheter gefüllt wird, der vor dem Aufwachen wieder gezogen wird), was sich in den späteren Behandlungen nicht wiederholt hat. Bereits eine bis zwei Stunden nach dem Aufwachen kann ich aufstehen, selbst zur Toilette gehen und kurze Spaziergänge über den Stationsflur unternehmen (erstes Aufstehen unter Aufsicht der Stationsschwester). Regelmäßige Blutdruckkontrollen - das war's!

Auf Anraten der Ärzte viel getrunken (3 bis 4 Liter Flüssigkeit pro Tag, auch nach den Klinikaufenthalten). Starker Harndrang, aber sonst keine der angekündigten möglichen Nebenwirkungen (Müdigkeit, Stuhlprobleme, merkliche Vergrößerung der Prostata).

Freitags morgens mit voller Blase zum Urologen; dort Test des Harnstrahldrucks, anschließend Ultraschall zur Bestimmung der Entleerung der Harnblase und Größe der Prostata. Danach darf ich nach Hause fahren.
       
31.08.2012 10.90 03.05.12
Abschluss der HDR-Behandlung

Nach der letzten Behandlung etwas mehr Müdigkeit als gewohnt, sonst keine Nebenwirkungen.

Freitag Abschlussgespräche sowohl beim Urologen als auch beim Strahlentherapeuten. Beide bestätigen, dass die Behandlungen komplikationsfrei und "optimal" gelaufen sind.

Urologe bittet mich, nach 14 Tagen beim Hausarzt eine Ultraschalluntersuchung der Harnblase vornehmen zu lassen und nach drei Monaten einen Termin in der Urologie zum PSA-Test zu vereinbaren. Weitere Verhaltenshinweise: 2 Wochen keine sexuellen Aktivitäten, 6 bis 8 Wochen kein Radfahren oder Reiten.

Beim Strahlentherapeut (inzwischen gewohnte) lange Wartezeit; im Gespräch Hinweis darauf, dass Nebenwirkungen wie Harndrang, Stuhlprobleme, Blut im Urin, Müdigkeit auch noch nach Monaten auftreten können. Bittet ebenfalls um einen Nachsorgetermin nach ca. drei Monaten.

Am Wochenende darauf setzen unerwartet starke Nebenwirkungen ein:
Harndrang verstärkt sich; ich muss alle zwei Stunden Wasser lassen; schlafe stundenlang, fühle mich erschöpft. Sonntag und Montag gelegentlich blutiger Urin, was aber schnell wieder nachlässt. Erschöpfungszustand dauert in den nächsten Tagen an, wird aber schwächer. Trinke weiterhin mindestens drei Liter pro Tag, was mir offensichtlich auch gut tut. Stuhlgang unproblematisch.
       
17.09.2012 10.90 03.05.12
Nebenwirkungen der Strahlentherapie (Harndrang, Erschöpfung) haben sich zunächst nochmals gesteigert und jetzt seit einigen Tagen nachgelassen; konnte sogar zweimal nachts durchschlafen. Vorher am schlimmsten Tag halbstündliche bis stündliche Blasenentleerung, nachts dreimal raus, mit blutigem Urin.

Heute Nachuntersuchung beim Hausarzt:
Behandlungsmethode war ihm völlig unbekannt. Ultraschall aller Bauchorgane ohne besorgniserregenden Befund. Hinweis von ihm, dass sich bei Fortschreiten des Krebses auch Metastasen in der Leber bilden können. Dies will er beim jährlichen Grundcheck besonders beobachten.

Untersuchung der Blasenentleerung ergab ca. 7,5 ml Restharn.
       
15.10.2012 10.90 03.05.12
Bescheid über Anerkennung der Körperbehinderung erhalten: 60%. Das Anerkennungsverfahren lief erfreulich schnell.

Harndrang hat weiter nachgelassen, aber weiterhin Probleme mit Müdigkeit. Nachts muss ich nicht mehr aufstehen.
       
30.11.2012 0.08 30.11.12
Erste Wiedervorstellung beim Urologen:

Ultraschall ergibt Normalzustand von Niere, Blase - Prostata sauber abgegrenzt. PSA-Wert bei 0,08.

Auch körperlich fühle ich mich wieder fit. Müdigkeitserscheinungen nur noch selten. Libido ist allerdings seit der kurzstationären Behandlung auf dem Nullpunkt.
       
25.01.2013 0.08 30.11.12
Schlussgespräch beim Radiotherapeuten
Er ist mit dem Behandlungsergebnis sehr zufrieden.

Meine Müdigkeit hat wieder zugenommen.
       
15.03.2013 0.05 15.03.13
Wiedervorstellung beim Urologen. Organischer Befund (Ultraschall) sowie Blutwerte alle i.O.

In den letzten Tagen wieder verstärkter Harndrang, möglicherweise situativ durch die kalte Jahreszeit bedingt. Habe mit zunehmender Müdigkeit und Erschöpfungszuständen zu kämpfen, ferner Konzentrationsstörungen. Nach drei bis vier Stunden Arbeitszeit geht nichts mehr. Urologe empfiehlt Aufbauspritzen durch Hausarzt, Reduzierung der Arbeitszeit.
       
21.03.2013 0.05 15.03.13
Gespräch mit dem Hausarzt:
Aufbauspritzen wird er anwenden, ist aber skeptisch bezüglich einer Verbesserung meiner Situation. Hält mich für nur zeitweise arbeitsfähig; dringende Empfehlung, BU-Rente zu beantragen.
       
15.05.2013 0.05 15.03.13
Bescheid über BU-Rente erhalten:
BU-Rente wird befristet gezahlt für die Zeit der Strahlentherapie bis zum Schlussgespräch, darüber hinaus Ablehnung, da die Therapie "erfolgreich war und ein Rezidiv nicht aufgetreten ist".

Verstehe die Welt nicht mehr. Während der Therapie war ich weitgehend beschwerdefrei, fühle mich aber jetzt dauernd erschöpft, habe massive Konzentrationsschwächen, kann nicht arbeiten. Telefonat mit der BU-Versicherung: Gutachten meines Hausarztes sei nicht da; laut Bericht Strahlentherapeut sei ich geheilt. Kurze Darstellung meiner Situation wird beantwortet mit Hinweis auf neue Berichtsvorlage meines Hausarztes.
       
07.06.2013 0.05 15.03.13
Vorstellung beim Hausarzt; dieser hat Unterlagen von BU-Versicherung neu erhalten. Versicherung hat ihm aber mitgeteilt, dass sein Bericht vorläge. Intensives Gespräch, erhalte Attest über meinen aktuellen Gesundheitszustand, den ich an BU weiterleite.

Aufbauspritzen (Medivitan) haben meinen Allgemeinzustand verbessert, bin nicht mehr so k.o. - habe den Eindruck, langsam geht es wieder aufwärts.
       
24.06.2013 0.05 15.03.13
Wieder Ablehnung der BU-Versicherung. Begründung: Attest reicht als Nachweis nicht aus, ausführlicher ärztlicher Bericht angefordert.

Habe nicht die Kraft, der Sache weiter nachzugehen. Empfinde es als sehr zynisches Verhalten seitens des Versicherers.

Seit einigen Tagen starke Schmerzen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, muss bis zu 5mal nachts raus.

Hausarzt verschreibt mir Medikamente wegen Blasenentzündung.
       
05.07.2013 0.02 05.07.13
Kontrolle beim Urologen



Schmerzen haben nur geringfügig nachgelassen; Uro diagnostiziert Prostataentzündung und verschreibt andere Medikamente.



Großer Lichtblick: PSA weiter gesunken, organisch keine Auffälligkeiten.
       
10.07.2013 0.02 05.07.13
Neue Medikamente haben geholfen. Mir geht es wieder gut.
       
17.10.2013 0.01 17.10.13
Kontrolluntersuchung ohne Befund, geringer Restharn in der Blase (40ml). Fühle mich auch körperlich fit.
       
22.11.2013 0.01 17.10.13
Wieder Entzündungserscheinungen, Schmerzen beim Wasserlassen. Medikamentöse Behandlung mit Antibiotika und Tamsulosin. Nach zwei bis drei Wochen immer noch keine Besserung; soll Tamsulosin dauerhaft nehmen.
       
12.01.2014 0.01 17.10.13
Beschwerden sind in den letzten Tagen immer wieder aufgeflackert; überwiegend schmerzfrei, an diesem Wochenende aber so heftig, dass ich zusätzliche Schmerzmittel genommen habe.

Ergebnis: Wache am nächsten Morgen auf und habe keine Beschwerden mehr. Auch in den nächsten Tagen völlig beschwerdefrei, fühle mich aber erschöpft, teilweise kurzatmig, deutlicher Leistungsabfall schon bei einfachen körperlichen Arbeiten.
       
27.01.2014 0.01 27.01.14
Nächste Routineuntersuchung: PSA erfreulich weiter bei Null, großes Blutbild ohne Befund, ebenfalls Organe nach Ultraschalluntersuchung. Uro empfiehlt Besuch beim Internisten wegen Leistungsabfall. Dies habe mit der Krebserkrankung nichts zu tun. Meine Frage nach Nebenwirkungen der Medikamente verneint er.

Habe Tamsulosin abgesetzt; seitdem geht es mir in kleinen Schritten wieder besser.
       
12.02.2014 0.01 27.01.14
Besuch beim Internisten: Grundcheck und Blutbild ohne Befund
       
05.05.2014 0.01 05.05.14
Kontrolle beim Urologen: PSA = 0, Blutbild und Ultraschall ohne Befund; fühle mich körperlich wieder leistungsfähig.

Ende der Behandlung mit Bicalutin; Folgen bleiben abzuwarten. Laut Auskunft Urologe wird PSA-Wert wieder ansteigen und dann einen "Wertebauch" entwickeln, um anschließend relativ konstant zu bleiben.
       
11.08.2014 0.10 11.08.14
Drei Monate nach Beendigung Bicalutin: Fühle mich körperlich fit, habe keine Beschwerden. Routineuntersuchung beim Uro ohne Befund.
       
17.11.2014 0.10 17.11.14
Routineuntersuchung - erfreulicherweise wieder ohne Befund; fühle mich weiterhin topfit. PSA unverändert bei 0,1.

Die nächste Routineuntersuchung erst in einem halben Jahr erforderlich.
       
27.05.2015 0.14 27.05.15
Routineuntersuchung ohne Befund, Blutwerte (auch internistische) ok; fühle mich körperlich weiterhin fit.
       
01.12.2015 0.10 01.12.15
Untersuchung ohne Befund; PSA-Wert weiterhin erfreulich niedrig. Ich fühle mich fit. Nächster Vorstellungstermin in einem halben Jahr.
       
17.06.2016 0.09 17.06.16
Routineuntersuchung ohne Befund, weiterhin völlig beschwerdefrei.
       
15.12.2016 0.06 15.12.16
Routineuntersuchung ohne Befund, weiterhin beschwerdefrei
       
04.07.2017 0.06 04.07.17
Kontrolluntersuchung ohne Befund; da ich jetzt fünf Jahre komplikationsfrei bin, geht Uro davon aus, dass - auch angesichts meines guten Gesundheitszustandes - eine Verschlechterung auf absehbare Zeit nicht zu erwarten ist. Deshalb Untersuchungsrhythmus auf jährlich umgestellt, PSA-Werte werden weiter halbjährlich geprüft.