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letzter PSA vom

Erfahrungsberichte

       
02.08.2010 8.13 02.08.10
06.07 1999 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 2,7
29. 05. 2000 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 2,82
18. 06. 2001 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA4,97
24. 08. 2001 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 4,48
10. 12. 2001 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 2, 57
28. 05. 2002 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 4, 84
24. 01. 2003 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 6,14
30. 01. 2003 Urologe, BHP 50 g, Biopsie, negativ
04. 07. 2003 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 3, 13
26. 06. 2004 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 4, 64
08. 06. 2005, Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 5.06
11. 07. 2006 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 4, 89
12. 06. 2007 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 5, 84
12. 01. 2008 Coloskopie wegen tastbarer Resistenz im Rektum, Resultat negativ
30. 05. 2008 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 7, 26
26. 06. 2008 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 7, 86
26. 06. 2008 Urologe: Antibiotikakur für Ausschluss von Prostatistis
09. 07. 2008 Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 6, 20
03. 12. 2008, Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 7, 10
15. 06. 2009, Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 7, 86
14. 12. 2009, Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 7, 65
14. 06. 2010, Urologe, Tastbefund und Ultraschall negativ, PSA 8,23
14. 06. 2010, Urologe: Antibiotikakur für Ausschluss von Prostatistis
15. 07. 2010, PSA: 9, 92
02. 08. 2010, Hausarzt Blutwerte, PSA: 8, 13
       
05.07.2012 133.00 25.06.12
Anfang 2011 wurde nach einer mehr als 11jährigen Beobachtungsphase in einer zweiten Biopsie von Prof. Frauscher das Prostatakarzinom mittlerer Aggressivität entdeckt. PSA damals 18. Nach einer Reihe intensiver Beratungen mit mehreren Ärzten entschied ich mich für die Strahlentherapie, die Prof. Knocke im Sommer 2011 mehrere Wochen lang durchführte, 2 Brachytherapien am Ende.

Ein plötzlicher Sprung des anfänglich gut (auf 24) zurückgegangenen PSA-Wertes im November 2011 auf 103 führte zu einer PET-CT, die zeigte, dass zwar die Prostata jetzt karzinomfrei war (Prof. Frauscher kam mit seinen Methoden zum gleichen Ergebnis), aber vier bisher nicht entdeckte, eher kleine Metastaseherde (3-4 mm) in den Beckenknochen gefunden wurden.

Daher: Hormontherapie!

Sie durchlief verschiedene Phasen (nach einer massiven Ablehnung der Spritze durch meinen Körper Anfang des Jahres 2012) und steht dzt. bei der Einnahme von Bicalutamid (Casodex) 150 mg täglich und XGeva monatlich, plus einem Calciumpräparat. Darauf hat mein Körper gut angesprochen und der PSA-Wert ist, von 348 im Mai auf 133, jetzt, Ende Juni, um zwei Drittel gefallen.

Prof. Frauscher hat angeregt, jetzt mit einer Protonentherapie fortzusetzen und Prof. Knocke hat hinzugefügt, dass zunächst der PSA-Wert noch viel stärker fallen müsse. Außerdem sei eine neue PET-CT fällig, um herauszufinden, was genau zu bestrahlen sei. Darauf habe ich mich auch eingestellt, die nächste PSA-Messung findet in ca. 1 Monat statt.

Die Kontakte nach München zum Protonenbestrahlungszentrum habe ich soeben aufgenommen.
       
20.07.2012 133.00 25.06.12
Ich denke, dieses erst Mitte Juli 2012 versandte Email an einen Arzt, der nicht nur Fakten wissen wollte, sondern sich auch nach meinem "Befinden" erkundigte, könnte auch für andere Leser von Interesse sein


Sehr geehrter Herr Dr. XY,
danke für Ihre gute Nachricht, was München betrifft.
Inzwischen habe ich auch mit Prof. Knocke gemailt (er ist dzt. auf
Urlaub), auch er war der Meinung, dass die Protonenbestrahlung eine
sinnvolle Alternative zur Hormontherapie ist, allerdings müsse man
warten, bis der PSA-Wert noch stärker gesunken sei, denn nur dann könne
man die Medikamente absetzen und eine PET-CT machen. - Wenn die Ärzte in
ihren Meinungen übereinstimmen, freue ich mich ganz besonders.
Inzwischen habe ich alles in die Wege geleitet, die Befunde nach München
zu schicken, das wird noch diese Woche geschehen, um dort dann ein
Beratungsgespräch (gemeinsam mit meiner Frau) durchführen zu können.

Sie fragen nach meinem persönlichen Befinden.
Es ist gut und schlecht zugleich.
Gut, weil ich weder in Lebensgefahr schwebe noch sonst zu leiden habe.
Schlecht, weil ich mit den Nebenwirkungen der Hormontherapie ziemlich zu
kämpfen habe. Das Nahezu-Verschwinden der Libido macht mir ebenso zu
schaffen wie das Wachsen weiblicher Brüste und die Neigung zur
Depressivität.
Ich kämpfe dagegen an, so gut ich kann, unterstützt von meiner Familie:
arbeite viel im Garten, treibe Sport (Radfahren, Tennis, Schwimmen) und
versuche insgesamt, die Welt möglichst positiv zu sehen. Der immer noch
weiche Stuhlgang und die Schwierigkeiten beim Urinieren (mein Urologe
hat mich zu einem Pilzbefund geschickt, der demnächst eintreffen wird)
sind - anders als die Tendenz zur Verweiblichung meines Körpers - eher
Nebensächlichkeiten, mit denen ich leben kann.

Alles in allem, denke ich, bin ich ziemlich glimpflich davongekommen,
dank all der familiären und medizinischen Unterstützung, die ich auch
von Ihnen bekommen habe, und versuche nun, meinen Teil dazu beizutragen,
indem ich mich nicht hängen lasse, sondern weiter für meine Gesundung
anstrenge.

Mit den allerbesten Grüßen aus dem in der Sommerhitze kochenden Wien,
Ihr Uwe Bolius
       
08.10.2012 133.00 25.06.12
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Es war im Sommer 2010, als ich das schieb. Heute, am 2. Oktober 2012, mehr als 2 Jahre danach, sieht alles anders aus. Hier kurzgefasst meine weitere PK-Geschichte:

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Winter 2010/11: zweite Biopsie PCa positiv
Sommer 2011: 25 Prostatabestrahlungen, 2 Brachytherapien
November 2011: PSA springt auf 103
Dezember 2011: PET-CT zeigt: Prostata karzinomfrei, aber 4 kleine Metastasen im Becken
Januar 2012: Beginn der Hormontherapie
Februar 2012: keine Fortsetzung der Spritze, stattdessen Bicalutamid
Mai 2012: wieder plötzlicher PSA-Anstieg auf zuerst 248, zuletzt fast 500
Juni 2012: Abbruch der Hormonbehandlung
September 2012: neue PET-CT: Metastasen in den Knochen gleich, aber mehrere "Rundherde" in den Lungen
Oktober 2012: Chemotherapie

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Anmerkung zum Seelischen: auf die erste Hormonspritze habe ich ausgesprochen aggressiv reagiert, schlug sogar meine Frau, das Bicalutamid hingegen machte mich leicht depressiv und müde.
Nach seiner Absetzung war ich froh, endlich wieder "normal" zu sein.
Die (5) Ärzte sagten mir übereinstimmend, dass sie solch einen "Fall" noch nie erlebt hätten. Inzwischen weiss ich, dass man solch einem "Fall", auch wenn er selten ist, einen besonders schönen Namen gegeben hat: "kastrationsresistenr metastasierter Prostatakrebs".

Wien, 2. Oktober 2010

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